Urlaubstage-Rechner 2026
Urlaubstage berechnen: Resturlaub und erarbeitete Urlaubstage schnell ermitteln
Hinweis: Die Ergebnisse sind unverbindliche Berechnungen und ersetzen keine professionelle Finanzberatung.
💡 Wie viele Urlaubstage stehen mir gesetzlich zu?
Die häufigste Frage – klar beantwortet.
Kurz & klar
Das Bundesurlaubsgesetz garantiert mindestens 20 Arbeitstage bei einer 5-Tage-Woche (24 Werktage bei 6-Tage-Woche). Die meisten Arbeitsverträge und Tarifverträge sehen aber 25–30 Tage vor.
Gesetzlicher Mindesturlaub
- 5-Tage-Woche: 20 Arbeitstage
- 6-Tage-Woche: 24 Werktage
- 4-Tage-Woche: 16 Arbeitstage
Teilzeit-Formel
Urlaubstage Teilzeit = (Jahresurlaub Vollzeit ÷ Arbeitstage Vollzeit) × Arbeitstage Teilzeit. Bei 30 Tagen und 3 statt 5 Arbeitstagen: (30 ÷ 5) × 3 = 18 Tage.
Resturlaub berechnen – So funktioniert die Rechnung
Resturlaub ergibt sich aus dem Jahresurlaubsanspruch abzüglich der bereits genommenen Urlaubstage. Wer im Laufe des Jahres eintritt oder austritt, hat nur Anspruch auf einen anteiligen Urlaub, der sich nach vollen Beschäftigungsmonaten berechnet.
Formel für anteiligen Urlaub
Anteiliger Urlaub = Jahresurlaub ÷ 12 × volle Beschäftigungsmonate| Eintritt im Jahr | Volle Monate bis Jahresende | Anteiliger Urlaub (bei 30 Tagen/Jahr) |
|---|---|---|
| 1. Januar | 12 Monate | 30 Tage (voller Anspruch) |
| 1. April | 9 Monate | 22,5 Tage |
| 1. Juli | 6 Monate | 15 Tage |
| 1. Oktober | 3 Monate | 7,5 Tage |
Der gesetzliche Mindesturlaub bezieht sich auf die Anzahl der Arbeitstage pro Woche. Viele Arbeits- und Tarifverträge gehen darüber hinaus – üblich sind in Deutschland 25 bis 30 Urlaubstage bei Vollzeit.
| Arbeitstage/Woche | Gesetzl. Minimum | Üblich (Tarifvertrag) |
|---|---|---|
| 5 Tage | 20 Tage | 25–30 Tage |
| 4 Tage | 16 Tage | 20–24 Tage |
| 3 Tage | 12 Tage | 15–18 Tage |
| 6 Tage | 24 Tage | 30–36 Tage |
Wichtige Regeln rund um den Urlaubsanspruch
Wartezeit im Eintrittsjahr
Der volle Urlaubsanspruch entsteht erst nach 6 Monaten Betriebszugehörigkeit. Bei Eintritt nach dem 1. Juli besteht Anspruch auf 1/12 des Jahresurlaubs pro vollem Arbeitsmonat.
Verfall zum Jahresende
Nicht genommener Urlaub verfällt grundsätzlich am 31. Dezember, es sei denn, der Arbeitgeber hat den Arbeitnehmer nicht ausreichend zur Urlaubsnahme aufgefordert (EuGH-Urteil).
Übertragung ins Folgejahr
Bei dringenden betrieblichen oder persönlichen Gründen (z. B. Krankheit) kann Resturlaub bis 31. März des Folgejahres übertragen werden.
Abgeltung bei Kündigung
Offene Urlaubstage müssen bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses finanziell abgegolten werden, berechnet aus dem Durchschnittsverdienst der letzten 13 Wochen.
Urlaub während Krankheit
Wer während des genehmigten Urlaubs krank wird und dies durch ein ärztliches Attest nachweist, bekommt die Krankheitstage als Urlaubstage gutgeschrieben – sie zählen nicht als genommener Urlaub.
Sonderurlaub
Für besondere Anlässe wie Hochzeit, Umzug oder Todesfall in der Familie gewähren viele Arbeitsverträge zusätzlich bezahlten Sonderurlaub, unabhängig vom regulären Jahresurlaub.
Häufige Fragen zu Urlaubstagen
Wie viele Urlaubstage stehen mir gesetzlich zu?
Das Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) garantiert mindestens 24 Werktage Urlaub pro Jahr (bei 6-Tage-Woche) bzw. 20 Arbeitstage (bei 5-Tage-Woche). Viele Tarifverträge und Arbeitsverträge sehen 25–30 Tage vor.
Wann verfällt Resturlaub?
Urlaub, der im laufenden Jahr nicht genommen wurde, verfällt grundsätzlich am 31. Dezember. Eine Übertragung ins Folgejahr ist nur bei dringenden betrieblichen oder persönlichen Gründen möglich – dann verfällt der übertragene Urlaub am 31. März.
Wie viel Urlaub habe ich im Eintrittsjahr?
Den vollen Urlaubsanspruch erwirbt man erst nach 6-monatiger Betriebszugehörigkeit. Tritt man nach dem 1. Juli ein, hat man Anspruch auf 1/12 des Jahresurlaubs pro vollem Arbeitsmonat bis Jahresende.
Darf der Arbeitgeber Urlaub ablehnen?
Ja, wenn dringende betriebliche Belange oder Urlaubswünsche anderer Arbeitnehmer mit sozialer Vorrangstellung entgegenstehen. Der Arbeitgeber muss Urlaubsansprüche aber aktiv dabei unterstützen, dass Arbeitnehmer ihren Urlaub nehmen können (EuGH-Rechtsprechung).
Wie berechnet man Urlaubstage bei Teilzeit?
Urlaubstage bei Teilzeit = (Jahresurlaub Vollzeit ÷ Arbeitstage Vollzeit pro Woche) × Arbeitstage Teilzeit pro Woche. Beispiel: 30 Tage bei 5-Tage-Woche, Teilzeit mit 3 Tagen: (30 ÷ 5) × 3 = 18 Tage.
Was passiert mit Urlaub bei Kündigung?
Nicht genommener Urlaub muss bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses finanziell abgegolten werden. Die Abgeltung berechnet sich aus dem durchschnittlichen Tagesverdienst der letzten 13 Wochen multipliziert mit den offenen Urlaubstagen.
Kann ich meinen Urlaub verkaufen oder auszahlen lassen?
Während eines bestehenden Arbeitsverhältnisses ist eine Auszahlung von Urlaubstagen grundsätzlich nicht zulässig – Urlaub dient der Erholung und muss tatsächlich genommen werden. Nur bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird nicht genommener Urlaub finanziell abgegolten.
Zählen Feiertage als Urlaubstage?
Nein, gesetzliche Feiertage, die auf einen sonst üblichen Arbeitstag fallen, zählen nicht als Urlaubstage und werden nicht vom Urlaubskontingent abgezogen.