Stundenlohn berechnen

Stundenlohn berechnen: Jahresgehalt in Stundenlohn umrechnen oder Stundenlohn auf Jahresgehalt hochrechnen

Redaktion

Hinweis: Die Ergebnisse sind unverbindliche Berechnungen und ersetzen keine professionelle Finanzberatung.

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Stundenlohn-Rechner

Jahresgehalt in Stundenlohn umrechnen und umgekehrt

💡 Wie berechnet man den Stundenlohn aus dem Jahresgehalt?

Die häufigste Frage – klar beantwortet.

Kurz & klar

Stundenlohn = Jahresgehalt ÷ Jahresarbeitsstunden. Bei 220 Arbeitstagen (nach Abzug von Urlaub und Feiertagen) à 8 Stunden ergeben sich 1.760 Jahresarbeitsstunden. Ein Jahresgehalt von 44.000 € entspricht damit 25 €/Stunde.

Beispiel: 44.000 € Jahresgehalt

  • Jahresarbeitsstunden: 1.760
  • Stundenlohn: 44.000 ÷ 1.760
  • = 25 €/Stunde

Mindestlohn 2026

Voraussichtlich 12,82 €/Stunde brutto, gültig für fast alle Arbeitnehmer außer Auszubildende und Langzeitarbeitslose in den ersten 6 Monaten.

Jahresgehalt in Stundenlohn – Umrechnungstabelle

Diese Tabelle rechnet gängige Jahresgehälter in den entsprechenden Stundenlohn um, basierend auf 1.760 Jahresarbeitsstunden (220 Arbeitstage × 8 Stunden, nach Abzug von Urlaub und Feiertagen).

Jahresgehalt (brutto)Stundenlohn (brutto)
25.000 €≈ 14,20 €
30.000 €≈ 17,05 €
40.000 €≈ 22,73 €
50.000 €≈ 28,41 €
60.000 €≈ 34,09 €
80.000 €≈ 45,45 €

Wie die Jahresarbeitsstunden berechnet werden

Der Umrechnungsschlüssel zwischen Jahresgehalt und Stundenlohn hängt entscheidend von der Anzahl der tatsächlichen Jahresarbeitsstunden ab. Diese ergeben sich in drei Schritten:

  1. Werktage im Jahr ermitteln: Bei einer 5-Tage-Woche sind das rund 260 Werktage (365 Tage ÷ 7 × 5).
  2. Urlaubs- und Feiertage abziehen: Der gesetzliche Mindesturlaub beträgt 20 Arbeitstage bei einer 5-Tage-Woche, viele Arbeitsverträge gewähren 28–30 Tage. Hinzu kommen 9–13 gesetzliche Feiertage, je nach Bundesland.
  3. Mit der täglichen Arbeitszeit multiplizieren: Die verbleibenden Arbeitstage (häufig ca. 220) werden mit der täglichen Sollarbeitszeit (meist 8 Stunden bei Vollzeit) multipliziert.

Stundenlohn = Jahresgehalt ÷ (Arbeitstage × Stunden/Tag)

Wann sich die Umrechnung in den Stundenlohn besonders lohnt

Jobwechsel und Gehaltsverhandlung

Ein neues Angebot lässt sich nur dann fair mit dem aktuellen Job vergleichen, wenn beide auf denselben Stundenlohn heruntergerechnet werden – gerade bei unterschiedlicher Wochenarbeitszeit.

Wechsel von Vollzeit zu Teilzeit

Beim Umstieg auf Teilzeit hilft die Umrechnung, das neue Jahresgehalt realistisch zu planen, ohne den Stundenlohn selbst zu verändern.

Freelance- und Projektangebote

Wer von Festanstellung zu selbstständiger Tätigkeit wechselt, kann anhand des bisherigen Stundenlohns eine erste Preisuntergrenze für Projekte kalkulieren.

Mindestlohn-Check bei Minijobs

Gerade bei Minijobs oder studentischen Nebentätigkeiten lohnt sich die Kontrolle, ob der vereinbarte Stundenlohn den gesetzlichen Mindestlohn von 12,82 € tatsächlich einhält.

Bewertung von Zusatzleistungen

Wird ein Jobangebot mit Sachleistungen (Firmenwagen, Homeoffice-Tage) verglichen, hilft der reine Stundenlohn, den monetären Kern der Vergütung objektiv einzuordnen.

Überstunden-Kalkulation

Wer wissen will, wie viel eine Überstunde tatsächlich wert ist, benötigt zunächst den korrekten Stundenlohn als Berechnungsgrundlage.

Jobangebote fair vergleichen

Der Stundenlohn ist oft aussagekräftiger als das reine Jahresgehalt, besonders wenn Jobs unterschiedliche Wochenarbeitszeiten haben.

AngebotJahresgehaltWochenstundenStundenlohn
Job A45.000 €35 Std.≈ 29,15 €
Job B48.000 €42 Std.≈ 25,97 €

Trotz niedrigerem Jahresgehalt ist Job A hier pro Stunde besser bezahlt — ein Effekt, der beim reinen Gehaltsvergleich leicht übersehen wird.

Häufige Fragen zum Stundenlohn

Wie berechnet man den Stundenlohn aus dem Jahresgehalt?

Stundenlohn = Jahresgehalt ÷ Jahresarbeitsstunden. Die Jahresarbeitsstunden ergeben sich aus Arbeitstagen × Stunden/Tag. Arbeitstage = ca. 260 Werktage im Jahr − Urlaubstage − Feiertage. Bei 30 Urlaubstagen und 10 Feiertagen ergeben sich rund 220 Arbeitstage × 8 Std. = 1.760 Std./Jahr.

Was ist der gesetzliche Mindestlohn?

Der gesetzliche Mindestlohn beträgt 2026 12,82 € brutto pro Stunde. Er gilt für nahezu alle Arbeitnehmer in Deutschland unabhängig von der Betriebsgröße. Ausnahmen bestehen unter anderem für Auszubildende, Praktikanten in bestimmten Pflichtpraktika und Langzeitarbeitslose in den ersten sechs Monaten einer neuen Beschäftigung.

Wie viel Nettolohn ergibt ein Stundenlohn von 20 €?

Bei 20 € Stundenlohn und 40 Std./Woche ergibt sich ein Jahresbrutto von ca. 35.200 € (1.760 Std. × 20 €). Das Netto liegt je nach Steuerklasse, Kirchensteuer und Sozialversicherungsbeiträgen bei etwa 22.000–25.000 €/Jahr, also umgerechnet ca. 12,80–14,60 € netto pro Stunde.

Zählen Urlaub und Feiertage als Arbeitsstunden?

Nein. An Urlaubs- und Feiertagen wird nicht gearbeitet, der Lohn wird aber trotzdem weitergezahlt (Lohnfortzahlung). Für die Berechnung des Stundenlohns aus dem Jahresgehalt zählen deshalb nur die tatsächlich zu leistenden Arbeitsstunden, also die Jahresarbeitsstunden ohne Urlaub und Feiertage.

Wie wirkt sich Teilzeit auf den Stundenlohn aus?

Der Stundenlohn selbst ändert sich durch Teilzeit nicht, sofern die gleiche Tätigkeit gleich bezahlt wird – nur das Jahresgehalt sinkt proportional zur reduzierten Arbeitszeit. Bei 20 Std./Woche statt 40 Std. bei gleichem Stundenlohn halbiert sich folglich das Jahresgehalt.

Wie vergleiche ich zwei Jobangebote mit unterschiedlicher Arbeitszeit?

Am fairsten ist der Vergleich über den Stundenlohn statt über das reine Jahresgehalt, da unterschiedliche Wochenarbeitszeiten sonst ein verzerrtes Bild ergeben. Ein Jobangebot mit 45.000 € bei 35 Std./Woche kann pro Stunde attraktiver sein als eines mit 48.000 € bei 42 Std./Woche.

Wie berechnet man den Stundenlohn bei unregelmäßigen Arbeitszeiten?

Bei schwankenden Arbeitszeiten (z. B. auf Abruf, Schichtdienst) hilft es, die tatsächlich geleisteten Stunden über einen längeren Zeitraum (z. B. ein Quartal) zu summieren und das in diesem Zeitraum gezahlte Bruttogehalt durch diese Gesamtstundenzahl zu teilen. So lässt sich der effektive Durchschnittsstundenlohn ermitteln.

Sind Überstunden im Stundenlohn bereits enthalten?

Das hängt vom Arbeitsvertrag ab. Bei vielen Gehältern sind eine bestimmte Anzahl Überstunden bereits „mit abgegolten", was den effektiven Stundenlohn bei tatsächlich geleisteten Mehrstunden senkt. Wer regelmäßig Überstunden leistet, sollte diese bei der Berechnung des realen Stundenlohns berücksichtigen, um Job-Angebote realistisch zu vergleichen.

Was ist der Unterschied zwischen Brutto- und Netto-Stundenlohn?

Der Brutto-Stundenlohn ist der Lohn vor Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen (Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung). Der Netto-Stundenlohn ist der tatsächlich ausgezahlte Betrag nach allen Abzügen und hängt stark von Steuerklasse, Familienstand und weiteren individuellen Faktoren ab.

Rechtsgrundlagen & Quellen

Der gesetzliche Mindestlohn und die Regeln zu Arbeitszeit, Urlaub und Feiertagen bilden die rechtliche Grundlage für die Umrechnung von Jahresgehalt in Stundenlohn.

Die Mindestlohnhöhe wird regelmäßig durch die Mindestlohnkommission angepasst und von uns bei Änderungen aktualisiert. Wie unsere Inhalte entstehen, kannst du auf der Seite Redaktion & Autor nachlesen.

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