Bonusrechner 2026

Bonus netto berechnen 2026: Wie viel bleibt von Prämie, Weihnachtsgeld oder Einmalzahlung nach Steuern übrig? Kostenloser Bonusrechner

Redaktion

Hinweis: Die Ergebnisse sind unverbindliche Berechnungen und ersetzen keine professionelle Finanzberatung.

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Bonusrechner 2026

Bonus und Prämie netto berechnen – Steuer und Sozialversicherung auf Einmalzahlungen schätzen

Hinweise zur Berechnung

Einmalzahlungen (Bonus, Prämien, Weihnachts- und Urlaubsgeld) werden im Zuflussjahr zusammen mit dem laufenden Gehalt versteuert.

Fünftelregelung (§ 34 EStG): Bei außerordentlichen Einkünften (z. B. Abfindungen) kann die Steuerlast durch die Fünftelregelung gesenkt werden – bei regulären Boni greift diese i.d.R. nicht.

Diese Berechnung ist eine Schätzung. Für eine exakte Berechnung empfehlen wir einen Steuerberater oder das amtliche Lohnsteuerberechnungsprogramm.

💡 Wie viel Netto bleibt von einem Bonus übrig?

Die häufigste Frage – klar beantwortet.

Kurz & klar

Ein Bonus wird wie normales Gehalt versteuert. Bei einem Jahresbrutto von 45.000 € und einem Bonus von 3.000 € in Steuerklasse I verbleiben nach Steuern und Sozialabgaben (Grenzsteuersatz ca. 32 % + ca. 20 % SV) rund 1.560 € netto vom Bonus.

Was den Bonus schmälert

  • Lohnsteuer nach Grenzsteuersatz
  • Sozialversicherung (ca. 20 % AN-Anteil)
  • ggf. gedeckelt durch Beitragsbemessungsgrenze

Fünftelregelung nutzen

Bei außerordentlich hohen Boni kann die Fünftelregelung (§ 34 EStG) die Steuerlast senken, indem der Bonus rechnerisch auf 5 Jahre verteilt wird.

Wie der Netto-Bonus berechnet wird

Der Rechner schätzt zunächst den individuellen Grenzsteuersatz anhand des Jahresbruttogehalts und der Steuerklasse und wendet diesen sowie einen pauschalen Sozialversicherungsanteil auf den Bonus an:

Steuer auf Bonus = Bonus × geschätzter Grenzsteuersatz

Sozialabgaben ≈ Bonus × 20 %

Netto-Bonus = Bonus − Steuer − Sozialabgaben

Beispielrechnung nach Bonushöhe

Bei einem Jahresbruttogehalt von 45.000 € (Steuerklasse I) ergeben sich für unterschiedliche Bonushöhen folgende Näherungswerte für den Netto-Bonus.

Bonus (brutto)Geschätzte Abzüge (≈52 %)Netto-Bonus (≈)
1.000 €520 €480 €
3.000 €1.560 €1.440 €
5.000 €2.600 €2.400 €
10.000 €5.200 €4.800 €

Näherungswerte für Steuerklasse I bei mittlerem Jahreseinkommen. Individuelle Werte hängen von Grenzsteuersatz, Steuerklasse und Beitragsbemessungsgrenze ab.

Wann sich die Bonus-Berechnung besonders lohnt

Verhandlung einer variablen Vergütung

Vor Vertragsverhandlungen zeigt der Rechner, wie viel von einem in Aussicht gestellten Bonus tatsächlich netto ankommt.

Jahresendplanung

Wer am Jahresende einen Bonus erwartet, kann seine private Finanzplanung realistisch auf den Netto- statt den Bruttobetrag stützen.

Vergleich Bonus vs. Gehaltserhöhung

Der direkte Vergleich mit dem Gehaltserhöhungs-Rechner zeigt, ob eine einmalige oder eine dauerhafte Erhöhung finanziell sinnvoller ist.

Einordnung hoher Einmalzahlungen

Bei besonders hohen Boni hilft die Abschätzung, ob sich die Prüfung der Fünftelregelung durch einen Steuerberater lohnen könnte.

Häufige Fragen zum Bonus

Wie wird ein Bonus versteuert?

Ein Bonus oder eine Einmalzahlung wird in Deutschland grundsätzlich wie normales Gehalt versteuert und ist somit voll lohnsteuerpflichtig. Der Arbeitgeber kann die Lohnsteuer auf den Bonus entweder zusammen mit dem laufenden Gehalt (Gesamtabrechnung) oder nach der günstigen Fünftelregelung berechnen. Die Fünftelregelung kann die Steuerlast erheblich reduzieren, wenn der Bonus mehr als ein Monatsgehalt beträgt.

Was ist die Fünftelregelung beim Bonus?

Die Fünftelregelung (§ 34 EStG) ist eine steuerliche Vergünstigung für außerordentliche Einkünfte wie Abfindungen und Boni. Dabei wird der Bonus fiktiv auf 5 Jahre verteilt: Die Steuer auf ein Fünftel des Bonus wird berechnet, dann mit 5 multipliziert. Diese Methode mildert den Progressionseffekt und spart Steuern, wenn der Bonus in höhere Steuerklassen fällt.

Sind Sozialversicherungsbeiträge auf Boni fällig?

Ja, auch auf Boni und Einmalzahlungen fallen Sozialversicherungsbeiträge an (ca. 20 % AN-Anteil). Diese sind jedoch auf die Beitragsbemessungsgrenze gedeckelt. Wichtig: Bei Einmalzahlungen wird das gesamte Jahreseinkommen inklusive Bonus zur Berechnung herangezogen. Wurde die BBG durch das laufende Gehalt bereits überschritten, fallen auf den Bonus keine weiteren SV-Beiträge an.

Lohnt sich ein höheres Gehalt oder ein Bonus?

Für den Arbeitnehmer ist ein höheres Grundgehalt meist vorteilhafter, da es dauerhaft gilt und sich auf Lohnfortzahlung, Urlaubsgeld, Abfindung und Rentenansprüche auswirkt. Ein Bonus ist flexibler für den Arbeitgeber. Steuerlich sind beide Formen gleich belastet. Finanzielle Vorteile durch steueroptimierte Sachleistungen (Jobrad, Essenszuschuss bis 8,16 €/Tag, Jobticket) sind oft effizienter als eine reine Gehaltserhöhung.

Wie wirkt sich der Auszahlungszeitpunkt eines Bonus auf die Steuer aus?

Der Zeitpunkt der Auszahlung innerhalb des Jahres ändert die Steuerlast nicht grundsätzlich, da am Jahresende ohnehin das gesamte Jahreseinkommen zur Berechnung der endgültigen Steuerschuld herangezogen wird. Wird der Bonus jedoch erst im neuen Kalenderjahr ausgezahlt, kann dies sinnvoll sein, wenn im neuen Jahr ein niedrigeres Gesamteinkommen (z. B. durch Jobwechsel in Teilzeit) zu erwarten ist.

Was ist der Unterschied zwischen einem garantierten und einem variablen Bonus?

Ein garantierter Bonus ist vertraglich fest zugesagt und unabhängig vom Geschäftsergebnis oder der individuellen Leistung fällig. Ein variabler Bonus hängt dagegen von Zielvereinbarungen, Unternehmenskennzahlen oder individueller Bewertung ab und kann in der Höhe schwanken oder ganz entfallen. Steuerlich werden beide Bonusarten identisch behandelt.

Können Boni auch in Sachleistungen statt Geld ausgezahlt werden?

Ja, viele Arbeitgeber bieten alternativ zu einer Geldzahlung steuerlich begünstigte Sachleistungen wie Gutscheine, Jobrad-Leasing oder Zuschüsse zur betrieblichen Altersvorsorge an. Solche Sachbezüge können bis zu bestimmten Freigrenzen steuer- und sozialversicherungsfrei sein und damit netto vorteilhafter sein als eine gleich hohe Bar-Bonuszahlung.

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