Die Kaufnebenkosten – das vergessen viele
| Kostenart | Betrag (bei 300.000 €) | Anmerkung |
|---|---|---|
| Grunderwerbsteuer | 6.000–17.400 € | 3,5–5,8 % je nach Bundesland |
| Notarkosten | ca. 3.000 € | Ca. 1 % des Kaufpreises |
| Grundbucheintrag | ca. 1.500 € | Ca. 0,5 % des Kaufpreises |
| Maklerprovision | 0–21.420 € | 0–7,14 % (seit 2020 geteilt) |
| Gesamt Nebenkosten | ca. 10.500–42.920 € | 3,5–14 % des Kaufpreises |
Wie viel Eigenkapital brauche ich?
Empfohlen: Mindestens Kaufnebenkosten aus Eigenkapital (10–15 % des Kaufpreises) plus 20 % Eigenkapital auf den Kaufpreis. Bei 300.000 € wären das ca. 90.000–105.000 € Eigenkapital. Ohne Eigenkapital erhältst du heute kaum noch einen Kredit zu vernünftigen Konditionen.
Checkliste Immobilienkauf
- Budget festlegen: Maximale monatliche Rate (max. 35 % des Nettoeinkommens)
- Eigenkapital prüfen: Mindestens Nebenkosten aus Eigenmitteln
- Finanzierungsanfrage: Mehrere Banken vergleichen (auch Direktbanken und Broker)
- Lage analysieren: Infrastruktur, Entwicklungspotenzial, Lärm, Nachbarschaft
- Immobilie prüfen: Baujahr, Energieausweis, Renovierungsbedarf, Teilungserklärung (bei ETW)
- Grundbuch prüfen: Lasten, Dienstbarkeiten, Grundschulden
- Kaufvertrag: Nur mit Notar – Entwurf mindestens 2 Wochen vor Beurkundung anfordern
- Übergabe: Protokoll erstellen, Zählerstände notieren, alle Schlüssel übergeben lassen
Häufige Fehler beim Immobilienkauf
- Kaufnebenkosten vergessen (oft 10–15 % des Kaufpreises)
- Renovierungsbedarf unterschätzen – bei Altbauten 500–1.000 €/m² einkalkulieren
- Nur eine Finanzierungsanfrage stellen – Vergleich spart oft tausende Euro
- Emotionaler Kauf ohne Kalkulation – Rendite oder Eigennutzung klar unterscheiden
- Wohngeldabrechnung bei ETW nicht prüfen – verdeckte Sonderumlagen möglich