Nettorendite berechnen
Nettorendite berechnen: Rendite nach Abgeltungsteuer (26,375 %) und Inflation
Hinweis: Die Ergebnisse sind unverbindliche Berechnungen und ersetzen keine professionelle Finanzberatung.
Nettorendite-Rechner
Rendite nach Steuern und Inflation berechnen – reale Nettorendite 2026
Standard: 26,375 % (Abgeltungsteuer + Soli)
💡 Wie berechnet man die Nettorendite?
Die häufigste Frage – klar beantwortet.
Kurz & klar
Nettorendite = Bruttorendite × (1 − 0,26375) nach Abzug von Abgeltungsteuer und Soli. Für die reale Rendite zusätzlich die Inflation berücksichtigen: Realrendite = (1 + Nettorendite) ÷ (1 + Inflation) − 1.
Beispiel: 5 % Bruttorendite
- Nettorendite: 5 % × 0,73625 ≈ 3,68 %
- Bei 3 % Inflation:
- Realrendite ≈ 0,66 %
Steuersatz auf Kapitalerträge
25 % Abgeltungsteuer + 5,5 % Soli darauf = 26,375 % effektiver Steuersatz (ohne Kirchensteuer, ohne Sparerpauschbetrag).
Von Brutto- zu Realrendite – Beispieltabelle
Diese Tabelle zeigt, wie stark Steuern und Inflation die tatsächliche Rendite einer Geldanlage schmälern können. Der Unterschied zwischen nomineller und realer Rendite wird bei niedrigen Bruttorenditen besonders deutlich. Die Beispielwerte für Bruttorendite und Inflation sind illustrativ gewählt und sollen die Rechenmethode veranschaulichen – sie stellen keine Prognose für konkrete Anlageprodukte oder die künftige Inflationsentwicklung dar.
| Bruttorendite | Nettorendite (nach Steuer) | Inflation | Realrendite |
|---|---|---|---|
| 2 % | 1,47 % | 2 % | −0,52 % |
| 3 % | 2,21 % | 2 % | 0,21 % |
| 4 % | 2,95 % | 2 % | 0,93 % |
| 5 % | 3,68 % | 2 % | 1,65 % |
| 5 % | 3,68 % | 3 % | 0,66 % |
| 6 % | 4,42 % | 2 % | 2,37 % |
| 7 % | 5,15 % | 2 % | 3,09 % |
| 8 % | 5,89 % | 2 % | 3,81 % |
| 10 % | 7,36 % | 2 % | 5,26 % |
Sparerpauschbetrag – Steuerfreiheit nutzen
Der Sparerpauschbetrag lässt Kapitalerträge bis zu einer bestimmten Höhe steuerfrei. Ein Freistellungsauftrag bei der Bank sorgt dafür, dass innerhalb dieser Grenze keine Abgeltungsteuer automatisch abgeführt wird.
| Status | Sparerpauschbetrag 2026 |
|---|---|
| Einzelperson | 1.000 € |
| Verheiratete (gemeinsame Veranlagung) | 2.000 € |
Wofür braucht man die Nettorendite? – 5 Anwendungsfälle
Vergleich verschiedener Geldanlagen
Tagesgeld, Festgeld, Anleihen und ETFs unterliegen unterschiedlicher Besteuerung und Teilfreistellung. Erst die Nettorendite macht die tatsächliche Vorteilhaftigkeit vergleichbar.
Altersvorsorgeplanung
Bei der langfristigen Vorsorgeplanung ist die reale Rendite nach Steuern und Inflation entscheidend, um den tatsächlichen Kaufkraftzuwachs des angesparten Vermögens realistisch einzuschätzen.
Prüfung von Anlageangeboten und Werbeversprechen
Häufig werben Anbieter mit Bruttorenditen. Die Umrechnung in die Nettorendite deckt auf, wie viel nach Steuerabzug tatsächlich beim Anleger verbleibt.
Nutzung des Sparerpauschbetrags optimieren
Wer mehrere Depots oder Konten bei verschiedenen Banken hat, kann durch geschickte Verteilung von Freistellungsaufträgen den Sparerpauschbetrag voll ausschöpfen und die Nettorendite maximieren.
Einordnung der Inflation bei der Anlageentscheidung
Gerade in Phasen erhöhter Inflation zeigt die Realrenditeberechnung, ob eine Geldanlage tatsächlich Vermögen aufbaut oder real sogar Kaufkraft verliert.
Häufige Fragen zur Nettorendite
Was ist der Unterschied zwischen Brutto- und Nettorendite?
Die Bruttorendite ist die Rendite vor Abzug von Steuern und Kosten. Die Nettorendite ist die tatsächlich verbleibende Rendite nach Abgeltungsteuer (25 %), Solidaritätszuschlag (5,5 % der KESt) und ggf. Kirchensteuer.
Was ist die reale Rendite?
Die reale Rendite berücksichtigt zusätzlich die Inflation. Formel: Realrendite = (1 + Nettorendite) ÷ (1 + Inflation) − 1. Sie zeigt, um wie viel die Kaufkraft tatsächlich gestiegen ist.
Wie hoch ist die Abgeltungsteuer 2026?
Die Abgeltungsteuer beträgt 25 % auf Kapitalerträge (Zinsen, Dividenden, Kursgewinne). Hinzu kommt der Solidaritätszuschlag (5,5 % der KESt), sodass der effektive Steuersatz 26,375 % beträgt (ohne Kirchensteuer).
Gilt der Sparerpauschbetrag?
Ja, der Sparerpauschbetrag beträgt 2026 für Einzelpersonen 1.000 €, für Verheiratete 2.000 € pro Jahr. Bis zu dieser Grenze bleiben Kapitalerträge steuerfrei. Dieser Rechner rechnet ohne Pauschbetrag, was bei kleineren Anlagesummen zu konservativeren Ergebnissen führt.
Warum ist die reale Rendite oft niedriger als gedacht?
Nominale Renditen wirken oft attraktiver, als sie real sind. Bei 5 % Nettorendite und 3 % Inflation verbleibt nur eine reale Rendite von etwa 1,94 % — nach Steuern und Kaufkraftverlust ein deutlich kleinerer Vermögenszuwachs.
Wie kann ich meine Nettorendite verbessern?
Nutze den Sparerpauschbetrag vollständig aus, prüfe steuerbegünstigte Anlageformen (z. B. Riester, bAV), diversifiziere in Anlageklassen mit historisch höherer Rendite (Aktien/ETFs) und minimiere unnötige Depotgebühren, die die Nettorendite zusätzlich schmälern.
Wird die Kirchensteuer bei der Nettorendite berücksichtigt?
Bei Kirchensteuerpflicht wird die Abgeltungsteuer um die Kirchensteuer (8 % oder 9 % der Kapitalertragsteuer je nach Bundesland) reduziert, da die Kirchensteuer als Sonderausgabe wirkt. Dadurch sinkt der effektive Gesamtsteuersatz leicht unter 26,375 % – die Bank behält die Kirchensteuer meist automatisch ein, sofern sie hinterlegt ist.
Zählt der Verlustverrechnungstopf zur Nettorendite?
Verluste aus Kapitalanlagen können mit Gewinnen aus demselben Verlustverrechnungstopf bei der depotführenden Bank verrechnet werden, bevor Abgeltungsteuer anfällt. Das kann die effektive Steuerlast und damit die tatsächliche Nettorendite im jeweiligen Jahr verbessern.
Warum unterscheiden sich Netto- und Realrendite bei Sachwerten wie Immobilien?
Bei Immobilien wirken zusätzlich Abschreibungen, Instandhaltungskosten und ggf. Spekulationssteuer auf die Nettorendite. Die Realrendite berücksichtigt außerdem, dass Mieteinnahmen und Wertsteigerung real (also inflationsbereinigt) oft geringer ausfallen, als es die nominalen Zahlen zunächst vermuten lassen.
Ist die Teilfreistellung bei Fonds für die Nettorendite relevant?
Ja. Bei Aktienfonds und Mischfonds sind Erträge teilweise von der Abgeltungsteuer befreit (Teilfreistellung, z. B. 30 % bei Aktienfonds nach Investmentsteuergesetz). Das erhöht die tatsächliche Nettorendite gegenüber einer Anlage ohne Teilfreistellung, etwa Tagesgeld oder Anleihen.
Rechtsgrundlagen & Quellen
Die Berechnung basiert auf dem gesetzlichen Abgeltungsteuersatz (25 % zzgl. 5,5 % Solidaritätszuschlag) und dem jährlich festgelegten Sparerpauschbetrag.
- § 32d EStG – Gesonderter Steuertarif für Kapitalerträge — Rechtsgrundlage der Abgeltungsteuer (25 %)
- Bundesministerium der Finanzen – Sparerpauschbetrag — Aktuelle Freibeträge für Kapitalerträge
- Statistisches Bundesamt – Verbraucherpreisindex (Inflation) — Offizielle Inflationsdaten für Deutschland
Die in den Beispielrechnungen verwendeten Bruttorenditen und Inflationsraten sind frei gewählte Illustrationswerte und keine Prognose oder Anlageempfehlung. Redaktionelle Methodik siehe Redaktion & Autor nachlesen.