Eigenkapitalquote berechnen
Eigenkapitalquote berechnen: EK-Quote und Verschuldungsgrad aus Eigenkapital und Bilanzsumme sofort online ermitteln
Hinweis: Die Ergebnisse sind unverbindliche Berechnungen und ersetzen keine professionelle Finanzberatung.
Eigenkapitalquote-Rechner
Eigenkapitalquote und Verschuldungsgrad eines Unternehmens berechnen
💡 Was ist eine gute Eigenkapitalquote?
Die häufigste Frage – klar beantwortet.
Kurz & klar
Ab 30 % gilt die Eigenkapitalquote als solide, ab 50 % als stark. Formel: EK-Quote = Eigenkapital ÷ Gesamtkapital × 100. Banken verlangen bei Kreditvergabe meist mindestens 20 %.
Bewertungsskala
- Unter 20 %: kritisch/hohe Abhängigkeit
- 20–30 %: akzeptabel (branchenabhängig)
- 30–50 %: solide
- Über 50 %: stark
Verschuldungsgrad
Verschuldungsgrad = Fremdkapital ÷ Eigenkapital × 100. Ergänzt die EK-Quote als zweite Kennzahl zur Kapitalstruktur.
Eigenkapitalquote – Formel & Beispiele
Die Eigenkapitalquote ist eine der wichtigsten Bilanzkennzahlen zur Beurteilung der finanziellen Stabilität eines Unternehmens. Sie zeigt, welcher Anteil des Gesamtvermögens ohne Fremdkapital finanziert wurde und wie widerstandsfähig ein Unternehmen gegenüber Verlusten oder Krisen ist.
Formel
EK-Quote (%) = Eigenkapital ÷ Gesamtkapital × 100| Eigenkapital | Gesamtkapital | EK-Quote | Bewertung |
|---|---|---|---|
| 50.000 € | 500.000 € | 10 % | kritisch |
| 150.000 € | 600.000 € | 25 % | akzeptabel |
| 300.000 € | 800.000 € | 37,5 % | solide |
| 500.000 € | 800.000 € | 62,5 % | stark |
| 1.000.000 € | 1.500.000 € | 66,7 % | sehr stark |
Eigenkapitalquote nach Branche – typische Werte
Die "gute" EK-Quote hängt stark von der Branche ab. Kapitalintensive Branchen mit viel Anlagevermögen (Fabriken, Maschinen) haben oft niedrigere Quoten als beratungsorientierte Dienstleister.
| Branche | Typische EK-Quote |
|---|---|
| Industrie/Produktion | 20–35 % |
| Immobilien | 15–30 % |
| Handel | 25–40 % |
| IT/Beratung | 40–60 % |
| Freie Berufe | 50–70 % |
Eigenkapitalquote verbessern – 4 Ansätze
Gewinnthesaurierung
Gewinne im Unternehmen belassen statt vollständig auszuschütten, erhöht das Eigenkapital direkt und nachhaltig.
Kapitalerhöhung
Neue Eigenkapitalzuführung durch Gesellschafter oder Investoren erhöht die EK-Quote sofort, verwässert aber ggf. Anteile.
Fremdkapital abbauen
Kredite und Verbindlichkeiten planmäßig tilgen senkt die Bilanzsumme und erhöht dadurch den relativen Eigenkapitalanteil.
Nicht betriebsnotwendige Vermögenswerte verkaufen
Der Verkaufserlös kann zur Schuldentilgung genutzt werden, was die Bilanzsumme reduziert und die EK-Quote verbessert.
Häufige Fragen zur Eigenkapitalquote
Was ist die Eigenkapitalquote?
Die Eigenkapitalquote gibt an, wie viel Prozent der Bilanzsumme durch eigene Mittel finanziert ist. Formel: EK-Quote = Eigenkapital ÷ Gesamtkapital × 100. Sie ist ein zentraler Indikator für finanzielle Stabilität und Kreditwürdigkeit.
Was ist eine gute Eigenkapitalquote?
Ab 30 % gilt die EK-Quote als solide, ab 50 % als stark. Viele Banken verlangen mindestens 20 % EK-Quote bei Kreditvergabe. Branchenabhängig kann eine niedrigere Quote (z. B. im Handel) akzeptabel sein.
Was ist der Verschuldungsgrad?
Der Verschuldungsgrad (Debt-to-Equity) ist das Verhältnis von Fremdkapital zu Eigenkapital: FK ÷ EK × 100. Je niedriger, desto weniger Schulden im Verhältnis zum Eigenkapital.
Wie verbessert man die Eigenkapitalquote?
Durch Gewinnthesaurierung (Gewinne einbehalten statt ausschütten), Kapitalerhöhungen, Fremdkapitaltilgung oder Verkauf nicht betriebsnotwendiger Vermögenswerte.
Warum verlangen Banken eine Mindest-EK-Quote?
Eine höhere Eigenkapitalquote bedeutet, dass ein Unternehmen Verluste besser abfedern kann, bevor es zahlungsunfähig wird. Banken sehen darin ein geringeres Ausfallrisiko und gewähren dafür oft bessere Kreditkonditionen.
Unterscheidet sich die EK-Quote je nach Branche?
Ja, kapitalintensive Branchen (Industrie, Immobilien) haben oft niedrigere EK-Quoten (20–30 %) als beratungs- oder dienstleistungsorientierte Unternehmen (40–60 %), da unterschiedlich viel Fremdkapital für Anlagevermögen nötig ist.