Break-Even berechnen
Break-Even-Punkt berechnen: Gewinnschwelle, Deckungsbeitrag und benötigte Verkaufsanzahl sofort online ermitteln
Hinweis: Die Ergebnisse sind unverbindliche Berechnungen und ersetzen keine professionelle Finanzberatung.
Break-Even-Rechner
Gewinnschwelle, Break-Even-Menge und Break-Even-Umsatz berechnen
Was ist der Break-Even-Point?
Der Break-Even-Point (Gewinnschwelle) ist die Absatzmenge, ab der ein Unternehmen weder Gewinn noch Verlust macht – alle Kosten sind gedeckt. Jede darüber hinaus verkaufte Einheit bringt Gewinn.
Formeln:
- •Deckungsbeitrag = Verkaufspreis − Variable Kosten
- •Break-Even-Menge = Fixkosten ÷ Deckungsbeitrag
- •Break-Even-Umsatz = Break-Even-Menge × Verkaufspreis
- •Deckungsbeitragsquote = Deckungsbeitrag ÷ Verkaufspreis × 100
Hinweis: Die Break-Even-Analyse setzt voraus, dass Verkaufspreis und variable Kosten pro Stück konstant bleiben. In der Praxis können Mengenrabatte oder Skaleneffekte das Ergebnis beeinflussen.
Beispiele
Beispiel 1: Softwareprodukt
Fixkosten: 60.000 €, Verkaufspreis: 49 €, Variable Kosten: 5 €
Lösung:
Deckungsbeitrag = 49 − 5 = 44 €
Break-Even-Menge = 60.000 ÷ 44 = ca. 1.364 Einheiten
Beispiel 2: Gastronomie
Fixkosten: 8.000 €/Monat, Verkaufspreis: 12 €/Gericht, Variable Kosten: 4 €
Lösung:
Deckungsbeitrag = 12 − 4 = 8 €
Break-Even-Menge = 8.000 ÷ 8 = 1.000 Gerichte/Monat
💡 Wie berechnet man den Break-Even-Point?
Die häufigste Frage – klar beantwortet.
Kurz & klar
Break-Even-Menge = Fixkosten ÷ Deckungsbeitrag pro Stück. Bei 10.000 € Fixkosten, 20 € Verkaufspreis und 8 € variablen Kosten pro Stück (Deckungsbeitrag 12 €) liegt der Break-Even bei rund 834 verkauften Einheiten.
Benötigte Eingaben
- Fixkosten (Miete, Gehälter, Versicherungen)
- Verkaufspreis pro Stück
- Variable Kosten pro Stück
Break-Even-Umsatz
Break-Even-Menge × Verkaufspreis = Mindestumsatz, ab dem sich Gewinn statt Verlust einstellt.
Break-Even-Beispiele nach Geschäftsmodell
Wie schnell die Gewinnschwelle erreicht wird, hängt stark vom Verhältnis zwischen Fixkosten und Deckungsbeitrag pro Einheit ab. Ein Vergleich typischer Konstellationen:
| Beispiel | Fixkosten | Deckungsbeitrag/Stück | Break-Even-Menge |
|---|---|---|---|
| Softwareprodukt (49 € VK, 5 € VK/Stk) | 60.000 € | 44 € | ≈ 1.364 Lizenzen |
| Gastronomie (12 € VK, 4 € VK/Stk) | 8.000 €/Monat | 8 € | 1.000 Gerichte/Monat |
| Onlineshop (35 € VK, 20 € VK/Stk) | 15.000 € | 15 € | 1.000 Bestellungen |
| Coaching-Angebot (300 € VK, 30 € VK/Stk) | 18.000 € | 270 € | ≈ 67 Kunden |
Typische Anwendungsfälle der Break-Even-Analyse
Gründung und Businessplan
Banken und Investoren verlangen häufig eine Break-Even-Analyse, um die Tragfähigkeit eines Geschäftsmodells einzuschätzen.
Preisfestsetzung neuer Produkte
Simulieren, wie sich unterschiedliche Verkaufspreise auf die notwendige Absatzmenge zur Kostendeckung auswirken.
Investitionsentscheidungen
Vor dem Kauf neuer Maschinen oder Software prüfen, ab welcher Auslastung sich die zusätzlichen Fixkosten amortisieren.
Kapazitätsplanung
Ermitteln, wie viele Einheiten produziert oder verkauft werden müssen, um bestehende Fixkosten zu decken, bevor neue Kapazitäten geschaffen werden.
Marketingbudget rechtfertigen
Zeigt, um wie viele zusätzliche Verkäufe eine Kampagne führen muss, damit sich die Ausgaben lohnen.
Sortimentsbereinigung
Produkte mit besonders hoher Break-Even-Menge im Verhältnis zum realistischen Absatz lassen sich frühzeitig identifizieren und überarbeiten.
Häufige Fragen zum Break-Even-Rechner
Was ist der Break-Even-Point?
Der Break-Even-Point (Gewinnschwelle) ist die Absatzmenge oder der Umsatz, bei dem ein Unternehmen weder Gewinn noch Verlust macht. Alle Kosten (Fixkosten und variable Kosten) sind genau durch die Erlöse gedeckt. Jede darüber hinaus verkaufte Einheit erzeugt Gewinn.
Wie berechnet man den Break-Even-Point?
Break-Even-Menge = Fixkosten ÷ (Verkaufspreis − Variable Kosten pro Stück). Beispiel: Fixkosten 10.000 €, Verkaufspreis 20 €, variable Kosten 8 €. Deckungsbeitrag = 12 €. Break-Even = 10.000 ÷ 12 ≈ 834 Stück.
Was ist der Deckungsbeitrag?
Der Deckungsbeitrag (DB) ist die Differenz zwischen Verkaufspreis und variablen Kosten pro Einheit. Er gibt an, wie viel jede verkaufte Einheit zur Deckung der Fixkosten beiträgt. Erst wenn die Summe aller Deckungsbeiträge die Fixkosten übersteigt, entsteht Gewinn.
Was ist der Unterschied zwischen Fixkosten und variablen Kosten?
Fixkosten (z. B. Miete, Gehälter, Versicherungen) fallen unabhängig von der Produktionsmenge an. Variable Kosten (z. B. Materialkosten, Verpackung, Provision) steigen proportional mit der Produktion. Für die Break-Even-Analyse ist diese Trennung entscheidend.
Was ist die Deckungsbeitragsquote und wofür wird sie gebraucht?
Die Deckungsbeitragsquote ist der Deckungsbeitrag geteilt durch den Verkaufspreis, ausgedrückt in Prozent. Sie zeigt, welcher Anteil jedes eingenommenen Euros zur Fixkostendeckung zur Verfügung steht. Multipliziert man die Fixkosten mit dem Kehrwert der Quote, erhält man direkt den Break-Even-Umsatz, ohne den Umweg über die Stückzahl.
Was passiert, wenn sich Fixkosten oder Verkaufspreis ändern?
Steigen die Fixkosten, steigt automatisch auch die Break-Even-Menge – es müssen mehr Einheiten verkauft werden, um kostendeckend zu arbeiten. Wird der Verkaufspreis erhöht (bei gleichen variablen Kosten), wächst der Deckungsbeitrag pro Stück und die Break-Even-Menge sinkt. Deshalb lohnt es sich, verschiedene Preisszenarien vor einer Preisänderung durchzurechnen.
Wofür wird die Break-Even-Analyse in der Praxis genutzt?
Sie dient zur Beurteilung von Investitionsentscheidungen, zur Festlegung von Mindestverkaufspreisen, zur Absatzplanung neuer Produkte und als Grundlage für Bankgespräche oder Businesspläne. Auch bei der Bewertung, ob sich eine zusätzliche Marketingkampagne oder Kapazitätserweiterung lohnt, ist der Break-Even-Punkt ein zentraler Referenzwert.
Kann der Break-Even-Point auch negativ oder unerreichbar sein?
Wenn der Verkaufspreis niedriger ist als die variablen Kosten pro Stück, ist der Deckungsbeitrag negativ – in diesem Fall gibt es rechnerisch keinen Break-Even-Point, da jede verkaufte Einheit zusätzlichen Verlust erzeugt. Das Geschäftsmodell muss dann grundlegend überarbeitet werden, etwa durch Preiserhöhung oder Kostensenkung bei den variablen Kosten.