Dividendenrechner 2026

Dividendenrechner: Brutto- und Netto-Dividende berechnen, Dividendenrendite ermitteln und Kapital für Wunschdividende berechnen

Redaktion

Hinweis: Die Ergebnisse sind unverbindliche Berechnungen und ersetzen keine professionelle Finanzberatung.

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Dividendenrechner 2026

Dividendenerträge und Steuer berechnen

💡 Wie viel Kapital braucht man für 1.000 € Dividende im Monat?

Die häufigste Frage – klar beantwortet.

Kurz & klar

Bei 4 % Dividendenrendite und Abgeltungsteuer verbleibt eine Netto-Jahresrendite von ca. 3 %. Für 1.000 € netto im Monat (12.000 €/Jahr) sind rund 400.000 € Kapital nötig.

Dividendenrendite-Formel

  • Rendite = Dividende/Aktie ÷ Kurs × 100
  • 3–5 % gilt als attraktiv

Steuer auf Dividenden

25 % Abgeltungsteuer + 5,5 % Soli darauf = 26,375 % effektiv, abzüglich Sparerpauschbetrag (1.000 €/2.000 €).

So wird die Dividende berechnet

Der Dividendenrechner arbeitet mit drei Kernformeln, die zusammen die Brutto- und Netto-Ausschüttung sowie den nötigen Kapitaleinsatz ergeben:

  • Brutto-Dividende = Anzahl Aktien × Dividende pro Aktie
  • Dividendenrendite = (Dividende pro Aktie ÷ Aktienkurs) × 100
  • Netto-Dividende = Brutto-Dividende − Abgeltungsteuer (25 % + 5,5 % Soli, ggf. Kirchensteuer), soweit der Sparerpauschbetrag (1.000 €/2.000 €) bereits ausgeschöpft ist

Für den umgekehrten Weg – "Wie viel Kapital brauche ich für X € Dividende?" – wird die Formel nach dem Kapital aufgelöst: Kapital = gewünschte Jahresdividende ÷ Dividendenrendite × 100.

Kapitalbedarf für monatliche Wunschdividende

Diese Tabelle zeigt, wie viel Kapital je nach Dividendenrendite für unterschiedliche monatliche Netto-Auszahlungen nötig ist (nach Abgeltungsteuer, ohne Berücksichtigung des Sparerpauschbetrags).

Gewünschte Netto-Dividende/MonatBei 3 % RenditeBei 4 % RenditeBei 5 % Rendite
200 €108.000 €81.000 €65.000 €
500 €271.000 €203.000 €163.000 €
1.000 €543.000 €407.000 €326.000 €
1.500 €814.000 €610.000 €488.000 €
2.000 €1.085.000 €814.000 €651.000 €
3.000 €1.628.000 €1.221.000 €977.000 €

Beispielwerte zur Illustration, keine Kursprognose oder Anlageempfehlung. Tatsächliche Dividendenrenditen schwanken je nach Unternehmen, Branche und Marktlage.

Beispielrechnungen: Brutto- und Netto-Dividende

Konkrete Beispiele mit illustrativen Kurs- und Dividendenwerten zeigen, wie stark Abgeltungsteuer und Sparerpauschbetrag das Ergebnis beeinflussen.

AktienDividende/AktieBrutto-DividendeNetto (ohne Freibetrag)
50 Stück1,20 €60,00 €44,18 €
100 Stück0,80 €80,00 €58,90 €
200 Stück2,50 €500,00 €368,13 €
500 Stück0,60 €300,00 €220,88 €
1.000 Stück1,50 €1.500,00 €1.104,38 €

Netto-Werte gerechnet mit 26,375 % effektiver Abgeltungsteuer (25 % + Soli), ohne Kirchensteuer und ohne Berücksichtigung eines noch verfügbaren Sparerpauschbetrags.

Anwendungsfälle für den Dividendenrechner

Netto-Ertrag eines Depots ermitteln

Wer mehrere dividendenstarke Aktien oder ETFs hält, kann mit dem Rechner schnell den zu erwartenden Netto-Zufluss nach Steuern für die Haushaltsplanung abschätzen.

Kapitalbedarf für passives Einkommen planen

Wer ein Zielbudget hat (z. B. 500 € monatlich aus Dividenden), sieht auf einen Blick, wie viel Kapital bei realistischen Renditeannahmen investiert werden müsste.

Freistellungsauftrag optimal aufteilen

Bei mehreren Depots/Banken hilft die Berechnung, den Sparerpauschbetrag von 1.000 €/2.000 € gezielt dort einzusetzen, wo die höchsten Erträge anfallen.

Dividendenaktien vergleichen

Durch Eingabe unterschiedlicher Kurs- und Dividendenkombinationen lassen sich die Renditen verschiedener Titel direkt vergleichen, unabhängig vom absoluten Aktienkurs.

Reinvestitionsstrategie durchrechnen

Vor der Entscheidung zwischen Ausschüttung und Reinvestition zeigt der Rechner, welcher Netto-Betrag tatsächlich zur Wiederanlage zur Verfügung steht.

Ausschütter vs. Thesaurierer

Ausschüttende Fonds/ETFs

Zahlen Dividenden regelmäßig direkt an Anleger aus (monatlich, quartalsweise oder jährlich) — praktisch für passives Einkommen, aber Steuerabzug bei jeder Auszahlung.

Thesaurierende Fonds/ETFs

Reinvestieren Erträge automatisch ohne Auszahlung, was den Zinseszinseffekt verstärkt. Es fällt dennoch jährlich eine Vorabpauschale-Besteuerung an, auch ohne tatsächlichen Kapitalzufluss.

Dividendenstrategie langfristig aufbauen

Breit gestreut investieren, Dividenden reinvestieren, Sparerpauschbetrag ausschöpfen und auf Nachhaltigkeit der Ausschüttung statt nur auf die Rendite-Höhe achten.

Häufige Fragen zu Dividenden

Wie wird Dividende versteuert?

Dividenden unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 % plus 5,5 % Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer. Der Sparerpauschbetrag (1.000 € / 2.000 € für Verheiratete) schützt Erträge bis zu diesem Betrag vor der Steuer.

Was ist die Dividendenrendite?

Die Dividendenrendite gibt an, wie viel Prozent des investierten Kapitals als Dividende ausgeschüttet wird. Formel: Dividendenrendite = (Dividende pro Aktie ÷ Aktienkurs) × 100. Eine Rendite von 3–5 % gilt oft als attraktiv.

Wann werden Dividenden ausgezahlt?

Deutsche Aktiengesellschaften zahlen Dividenden meist einmal jährlich nach der Hauptversammlung (typisch: Mai/Juni). Viele US-amerikanische und internationale Unternehmen zahlen quartalsweise. ETFs können monatlich, quartalsweise oder jährlich ausschütten.

Wie viel Kapital brauche ich für 1.000 € monatliche Dividende?

Bei einer Dividendenrendite von 4 % und 25 % Abgeltungsteuer: Netto-Jahresrendite ≈ 3 %. Für 12.000 € netto/Jahr (= 1.000 €/Monat) braucht man ca. 400.000 € Kapital.

Was ist der Unterschied zwischen Ausschüttern und Thesaurierern?

Ausschüttende Fonds/ETFs zahlen Dividenden direkt an Anleger aus. Thesaurierende Fonds reinvestieren die Erträge automatisch, ohne Auszahlung. Bei thesaurierenden Fonds fällt trotzdem jährlich eine Vorabpauschale-Besteuerung an, auch ohne tatsächlichen Zufluss.

Wie kann ich eine Dividendenstrategie für passives Einkommen aufbauen?

Üblicher Ansatz: Breit gestreut in dividendenstarke Aktien oder ETFs investieren, Dividenden reinvestieren (Zinseszinseffekt), langfristig anlegen (10+ Jahre) und Sparerpauschbetrag optimal nutzen. Wichtig: hohe Dividendenrendite allein garantiert keine Stabilität – die Nachhaltigkeit der Ausschüttung zählt.

Wie berechnet man die Netto-Dividende aus der Brutto-Dividende?

Netto-Dividende = Brutto-Dividende − Abgeltungsteuer (25 %) − Solidaritätszuschlag (5,5 % der Steuer) − ggf. Kirchensteuer, soweit der Sparerpauschbetrag bereits ausgeschöpft ist. Ohne Kirchensteuer ergibt sich eine effektive Belastung von rund 26,375 % auf den steuerpflichtigen Teil der Ausschüttung.

Was ist der Sparerpauschbetrag und wie wirkt er sich aus?

Der Sparerpauschbetrag beträgt 1.000 € pro Person bzw. 2.000 € für gemeinsam veranlagte Ehepaare und gilt für alle Kapitalerträge zusammen (Dividenden, Zinsen, realisierte Kursgewinne). Bis zu dieser Grenze bleiben Erträge steuerfrei, sofern rechtzeitig ein Freistellungsauftrag bei der Bank hinterlegt wurde.

Was ist ein Dividenden-Aristokrat?

Als Dividenden-Aristokraten werden Unternehmen bezeichnet, die ihre Dividende über viele Jahre in Folge (häufig 25 Jahre oder länger) nicht gesenkt, sondern regelmäßig erhöht haben. Das gilt als Indiz für stabile Geschäftsmodelle, ist aber keine Garantie für künftige Ausschüttungen.

Beeinflusst der Ex-Dividendentag den Aktienkurs?

Am Ex-Dividendentag wird die Aktie planmäßig um den Betrag der ausgeschütteten Dividende günstiger gehandelt, da der Anspruch auf die Zahlung für Neukäufer entfällt. Wer die Aktie vor diesem Stichtag hält, erhält die Dividende, verliert aber rechnerisch einen entsprechenden Kursbetrag.

Lohnt sich eine hohe Dividendenrendite immer?

Nicht zwangsläufig: Eine ungewöhnlich hohe Dividendenrendite kann auch bedeuten, dass der Aktienkurs stark gefallen ist (Dividendenfalle) und eine Kürzung der Ausschüttung bevorsteht. Wichtiger als die reine Rendite-Höhe sind Ausschüttungsquote, Gewinnentwicklung und die langfristige Historie der Dividendenzahlungen.

Rechtsgrundlagen & Quellen

Die Besteuerung von Dividenden richtet sich nach der Abgeltungsteuer (§ 32d EStG) in Höhe von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag, ergänzt um den Sparerpauschbetrag nach § 20 Abs. 9 EStG.

Individuelle Steuerlast hängt von Kirchensteuerpflicht, bereits genutztem Sparerpauschbetrag und persönlichem Grenzsteuersatz (Günstigerprüfung) ab. Für eine verbindliche Einschätzung empfiehlt sich die depotführende Bank oder ein Steuerberater. Redaktionelle Methodik siehe Redaktion & Autor nachlesen.

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