Zähne richtig pflegen: Was Zahnärzte wirklich empfehlen
Zahnpflege ist mehr als Zähne putzen. Wir erklären, was Zahnärzte wirklich empfehlen, welche Produkte helfen und wie du Zahnarztrechnungen minimierst.
Inhalt
- 1.Die richtige Putztechnik
- 2.Handzahnbürste vs. Elektrisch
- 3.Zahnseide und Interdentalbürsten
- 4.Was Zähne wirklich schädigt
Die richtige Putztechnik
Die meisten Menschen putzen falsch: zu kurz (empfohlen: 2 Minuten 2× täglich), mit zu viel Druck (führt zu Zahnfleischrückgang) und ohne Zwischenräume zu reinigen. Die KAI-Methode (Kauflächen, Außenflächen, Innenflächen) in dieser Reihenfolge ist empfohlen.
Handzahnbürste vs. Elektrisch
- Elektrisch (Schallzahnbürste oder Rotations-Oszillations): Klinisch 11 % weniger Plaque als Handzahnbürste
- Handzahnbürste: Bei korrekter Technik ausreichend, günstiger
- Weiche Borsten: Immer! Mittelhart und hart schädigen Zahnschmelz und Zahnfleisch
- Bürstenkopf wechseln: Alle 3 Monate oder bei abgenutzten Borsten
Zahnseide und Interdentalbürsten
Zähneputzen reinigt nur 60 % der Zahnoberflächen – die Zwischenräume bleiben ungereinigt. Zahnseide oder Interdentalbürsten (für größere Zwischenräume) einmal täglich abends verwenden. Das reduziert Karies und Zahnfleischerkrankungen um ca. 30 %.
Was Zähne wirklich schädigt
- Zucker: Nicht die Menge, sondern die Häufigkeit ist entscheidend – ständiges Snacken ist schlimmer als einmalig viel
- Säure: Zitrussäfte, Energy-Drinks, Cola lösen Zahnschmelz auf – danach 30 Min. warten mit Zähneputzen
- Zähneknirschen (Bruxismus): Schutzschiene beim Zahnarzt – schützt Zähne effektiv
- Rauchen: Verfärbt und erhöht Karies- und Parodontitis-Risiko erheblich
Tipp
Fluor: Das wichtigste Mittel gegen Karies. Fluoridhaltige Zahnpasta (mind. 1.000 ppm für Erwachsene) nach jedem Zähneputzen nicht vollständig ausspülen – leicht im Mund lassen erhöht die Schutzwirkung.