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Zähne richtig pflegen: Was Zahnärzte wirklich empfehlen

Zahnpflege ist mehr als Zähne putzen. Wir erklären, was Zahnärzte wirklich empfehlen, welche Produkte helfen und wie du Zahnarztrechnungen minimierst.

Von Eaven-René Schmalz · Redaktion

Die richtige Putztechnik

Die meisten Menschen putzen falsch: zu kurz (empfohlen: 2 Minuten 2× täglich), mit zu viel Druck (führt zu Zahnfleischrückgang) und ohne Zwischenräume zu reinigen. Die KAI-Methode (Kauflächen, Außenflächen, Innenflächen) in dieser Reihenfolge ist empfohlen.

Handzahnbürste vs. Elektrisch

  • Elektrisch (Schallzahnbürste oder Rotations-Oszillations): Klinisch 11 % weniger Plaque als Handzahnbürste
  • Handzahnbürste: Bei korrekter Technik ausreichend, günstiger
  • Weiche Borsten: Immer! Mittelhart und hart schädigen Zahnschmelz und Zahnfleisch
  • Bürstenkopf wechseln: Alle 3 Monate oder bei abgenutzten Borsten

Zahnseide und Interdentalbürsten

Zähneputzen reinigt nur 60 % der Zahnoberflächen – die Zwischenräume bleiben ungereinigt. Zahnseide oder Interdentalbürsten (für größere Zwischenräume) einmal täglich abends verwenden. Das reduziert Karies und Zahnfleischerkrankungen um ca. 30 %.

Was Zähne wirklich schädigt

  • Zucker: Nicht die Menge, sondern die Häufigkeit ist entscheidend – ständiges Snacken ist schlimmer als einmalig viel
  • Säure: Zitrussäfte, Energy-Drinks, Cola lösen Zahnschmelz auf – danach 30 Min. warten mit Zähneputzen
  • Zähneknirschen (Bruxismus): Schutzschiene beim Zahnarzt – schützt Zähne effektiv
  • Rauchen: Verfärbt und erhöht Karies- und Parodontitis-Risiko erheblich

Tipp

Fluor: Das wichtigste Mittel gegen Karies. Fluoridhaltige Zahnpasta (mind. 1.000 ppm für Erwachsene) nach jedem Zähneputzen nicht vollständig ausspülen – leicht im Mund lassen erhöht die Schutzwirkung.