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Tagesgeld oder Festgeld? Verfügbarkeit, Zinsen und Risiken

Tagesgeld und Festgeld vergleichen: Wann brauchst du Zugriff, wie lange ist der Zins fest und was schützt die Einlagensicherung? Mit Entscheidungstabelle.

Von Eaven-René Schmalz · Redaktion

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Der wichtigste Unterschied ist die Verfügbarkeit: Tagesgeld bleibt in der Regel kurzfristig verfügbar, Festgeld wird für eine vereinbarte Laufzeit angelegt. Beim Tagesgeld kann sich der Zinssatz ändern; beim Festgeld steht er für die vereinbarte Laufzeit fest. Welches Produkt mehr bringt, ergibt sich aus den konkreten Vertragsbedingungen, nicht allein aus dem Namen.

Die Unterschiede im direkten Vergleich

FrageTagesgeldFestgeld
Wann ist das Geld verfügbar?In der Regel täglich; Überweisungszeiten beachtenZum vereinbarten Fälligkeitstermin; vorzeitiger Zugriff nach Vertrag
Wie lange gilt der Zins?Variabel oder zeitlich begrenzte AktionsgarantieFür die vereinbarte Laufzeit
Kann ich regelmäßig einzahlen?Meist möglichMeist feste Anlagesumme; zusätzliche Anlage separat
Was passiert am Laufzeitende?Keine feste LaufzeitAuszahlung oder Verlängerung nach Vertrag
Welche Unsicherheit bleibt?Künftige Zinsen sind unbekanntKünftige Wiederanlagezinsen sind unbekannt

Entscheidung nach dem tatsächlichen Geldbedarf

Stelle zuerst fest, welcher Teil deiner Rücklagen kurzfristig benötigt werden könnte. Geld für eine absehbare Ausgabe sollte rechtzeitig verfügbar sein. Eine längere Bindung ist nur dann praktikabel, wenn du bis zur Fälligkeit darauf verzichten kannst. Eine Zinsprognose allein beantwortet diese Frage nicht.

SituationZu prüfendes Kriterium
Reparatur oder unvorhergesehene RechnungKurzfristige Verfügbarkeit und Überweisungsweg
Fest geplanter Kauf in zwölf MonatenFälligkeit vor dem Zahlungstermin
Unregelmäßige monatliche RücklagenZusätzliche Einzahlungen möglich?
Mehrere geplante AusgabenVerschiedene Fälligkeiten oder getrennte Rücklagen

Zinssatz und tatsächlicher Ertrag sind verschieden

Ein hoher Aktionszins für wenige Monate kann über ein ganzes Jahr weniger einbringen als ein niedrigerer, länger gültiger Zinssatz. Vergleiche denselben Anlagebetrag und Zeitraum. Prüfe außerdem Gebühren, Zinsgutschriften, Mindestanlage und Betragsgrenzen. Beispielsweise sind 0,5 Prozentpunkte auf 10.000 Euro bei einem vollen Jahr ohne Zinseszins 50 Euro Unterschied vor Steuern.

Was die Einlagensicherung abdeckt

Die gesetzliche Einlagensicherung schützt entschädigungsfähige Einlagen grundsätzlich bis 100.000 Euro pro Person und Bank. Mehrere Konten bei derselben Bank werden gemeinsam betrachtet. Prüfe deshalb das rechtlich verantwortliche Institut, nicht nur den Markennamen. Der Schutz beseitigt weder Kaufkraftverluste durch Inflation noch das Risiko, dass ein späteres Angebot einen anderen Zinssatz hat.

Checkliste vor dem Abschluss

  • Bank und zuständiges Sicherungssystem im Informationsbogen prüfen.
  • Gültigkeitsdauer des Zinssatzes und anschließenden Standardzins lesen.
  • Mindestbetrag, Höchstbetrag und etwaige Gebühren berücksichtigen.
  • Bei Festgeld Fälligkeit, Kündigungsfrist und automatische Verlängerung prüfen.
  • Beispielrechnung von einer verbindlichen Bankabrechnung unterscheiden.

Quellen & weiterführende Informationen

Die folgenden Quellen erläutern die Grundlagen. Rechenbeispiele im Artikel verwenden die jeweils ausdrücklich genannten Annahmen.

Informationen zu den verwendeten Primärquellen und zur verantwortlichen Redaktion kannst du auf der Seite Redaktion & Autor nachlesen.

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