Photovoltaik 2026: Lohnt sich eine Solaranlage?
Solaranlagen amortisieren sich 2026 in 8–14 Jahren und laufen 25–30 Jahre. Was eine Anlage kostet, wie viel sie einspart und wann sie sich wirklich lohnt.
Inhalt
- 1.Was kostet eine Photovoltaikanlage 2026?
- 2.Eigenverbrauch vs. Einspeisung
- 3.Fördermöglichkeiten 2026
- 4.Wann lohnt es sich nicht?
Was kostet eine Photovoltaikanlage 2026?
| Anlagengröße | Kosten (inkl. Installation) | Jahresertrag (Süd-D) | Amortisation |
|---|---|---|---|
| 5 kWp (Einfamilienhaus) | 10.000–14.000 € | 4.500–5.500 kWh | 10–14 Jahre |
| 8 kWp (größeres Haus) | 14.000–18.000 € | 7.000–8.500 kWh | 9–13 Jahre |
| 10 kWp + Speicher (10 kWh) | 20.000–28.000 € | 8.500–10.000 kWh | 11–16 Jahre |
Eigenverbrauch vs. Einspeisung
Die Einspeisevergütung beträgt 2026 für neue Anlagen ca. 8–12 Cent/kWh – deutlich weniger als der Haushaltsstrompreis (30–35 Cent/kWh). Deshalb gilt: Jede selbst verbrauchte kWh Solarstrom ist etwa 3× so wertvoll wie jede eingespeiste. Hoher Eigenverbrauch (40–70 %) ist das Ziel – ideal durch Warmwasser, Wärmepumpe oder Elektroauto.
Fördermöglichkeiten 2026
- KfW-Kredit 270: Zinsgünstiger Kredit für Photovoltaik und Speicher
- Mehrwertsteuer 0 %: Seit 2023 gilt 0 % MwSt. auf Kauf und Installation für Anlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden
- Landesförderung: Einige Bundesländer (z. B. Bayern, NRW) bieten zusätzliche Zuschüsse
- Einspeisevergütung: Garantiert über 20 Jahre – festgeschrieben beim Inbetriebnahmedatum
Wann lohnt es sich nicht?
- Stark verschattetes Dach (Bäume, Nachbargebäude): Ertrag kann um 30–60 % sinken
- Nord-Dach mit weniger als 15° Neigung: Deutlich weniger Ertrag als Süd-Ausrichtung
- Hohe Finanzierungskosten: Wer bei 7–8 % Kreditzins finanziert, steht schlechter da als bei Eigenfinanzierung
- Mietimmobilien ohne Einfluss auf Dach: Mieter können i. d. R. keine PV-Anlage installieren
Tipp
Balkonkraftwerk als Einstieg: Wer zur Miete wohnt, kann mit einem Balkonkraftwerk (600–800 W, ca. 400–700 €) erste Erfahrungen sammeln und ca. 100–200 € Stromkosten jährlich sparen. Anmeldung beim Netzbetreiber und in der Marktstammdatenregister ist Pflicht.
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