Finanzen7 Min. LesezeitAktualisiert: 10. Mai 2026
Pflegeversicherung: Was sie leistet und warum private Zusatzvorsorge wichtig ist
Pflegebedürftigkeit im Alter ist teuer. Die gesetzliche Pflegeversicherung deckt nur einen Teil. Wir erklären, was Pflegegrade kosten und wie du vorsorgen kannst.
Inhalt
- 1.Was kostet Pflege in Deutschland?
- 2.Was zahlt die gesetzliche Pflegeversicherung?
- 3.Private Pflegezusatzversicherung: Wann sinnvoll?
Was kostet Pflege in Deutschland?
| Pflegegrad | Stationär (Heim) | Soziale Pflegevers. zahlt | Eigenanteil |
|---|---|---|---|
| Pflegegrad 1 | 2.500–4.000 €/Monat | 125 € | 2.375–3.875 € |
| Pflegegrad 2 | 2.500–4.000 €/Monat | 770 € | 1.730–3.230 € |
| Pflegegrad 3 | 2.500–4.000 €/Monat | 1.262 € | 1.238–2.738 € |
| Pflegegrad 4 | 2.500–4.000 €/Monat | 1.775 € | 725–2.225 € |
| Pflegegrad 5 | 2.500–4.000 €/Monat | 2.005 € | 495–1.995 € |
Was zahlt die gesetzliche Pflegeversicherung?
Die gesetzliche Pflegeversicherung ist keine Vollversicherung – sie zahlt Zuschüsse, keine Vollkosten. Der Eigenanteil kann 1.500–3.000 € monatlich betragen. Wer keine private Absicherung hat, muss Vermögen aufbrauchen oder Sozialhilfe beantragen.
Private Pflegezusatzversicherung: Wann sinnvoll?
- Pflegetagegeld: Täglicher Betrag bei Pflegebedürftigkeit – je früher abgeschlossen, desto günstiger
- Pflegekostenversicherung: Deckt tatsächliche Kosten ab einem Pflegegrad
- Pflegebahr: Staatlich geförderter Grundschutz (5 €/Monat Zuschuss vom Staat) – seit 2013, wenig verbreitet
- Optimal: Im Alter 30–45 abschließen – danach wird es teuer und Gesundheitsprüfung strenger
Tipp
Pflegegrade beantragen: Der MDK (Medizinischer Dienst) prüft den Pflegegrad. Gut vorbereitet zum Termin erscheinen: Dokumentation aller Einschränkungen, Medikamentenliste, Arztberichte. Ein Pflegeberater kann dabei helfen.
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