Nachhaltig investieren: ESG-ETFs vs. klassische ETFs
ESG-ETFs schließen kontroverse Unternehmen aus und fördern nachhaltige Firmen. Was sie kosten, wie sie performen und ob du damit wirklich etwas bewirkst.
Inhalt
- 1.Was sind ESG-Kriterien?
- 2.Vergleich: ESG vs. klassischer MSCI World
- 3.Bewirkt ESG-Investing wirklich etwas?
Was sind ESG-Kriterien?
ESG steht für Environmental (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (Unternehmensführung). ESG-ETFs schließen bestimmte Branchen aus (Waffen, Tabak, Kohle) oder gewichten Unternehmen nach ESG-Scores stärker oder schwächer. Wichtig: Es gibt keine einheitliche ESG-Definition – jeder Anbieter hat eigene Kriterien.
Vergleich: ESG vs. klassischer MSCI World
| Merkmal | MSCI World | MSCI World ESG Leaders |
|---|---|---|
| Anzahl Unternehmen | ~1.500 | ~750 (strengere Auswahl) |
| TER (Kostenquote) | 0,10–0,20 % | 0,18–0,30 % |
| 10-Jahres-Rendite (ca.) | 9,5 % p.a. | 10,1 % p.a. (leicht besser) |
| Ausschlüsse | Keine | Rüstung, Tabak, Kohle, Glücksspiel |
| CO2-Intensität | Höher | Ca. 40 % geringer |
Bewirkt ESG-Investing wirklich etwas?
Das ist umstritten. Der direkte Effekt beim Kauf von ESG-ETFs ist gering – du kaufst Aktien auf dem Sekundärmarkt und das Unternehmen bekommt kein Geld direkt. Indirekter Effekt: Hohe ESG-Bewertungen senken die Kapitalkosten für nachhaltige Unternehmen und erhöhen den Druck auf nicht-nachhaltige Firmen durch Ausschluss aus großen Indexfonds.
Tipp
Greenwashing prüfen: Viele als 'nachhaltig' vermarktete ETFs schließen nur wenige Unternehmen aus. Ein echter Indikator: Schaut man, ob Öl- und Gaskonzerne wie ExxonMobil oder Shell im ETF enthalten sind. In echten ESG-Fonds sind sie deutlich weniger gewichtet oder ausgeschlossen.
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