Alltag7 Min. LesezeitAktualisiert: 10. Mai 2026

Kündigung schreiben: Vorlage, Fristen und häufige Fehler

Eine fehlerhafte Kündigung kann ungültig sein. Wir erklären, was in eine Kündigung gehört, welche Fristen gelten und geben eine fertige Vorlage.

Inhalt

  1. 1.Wichtige gesetzliche Kündigungsfristen
  2. 2.Was muss in eine Kündigung?
  3. 3.Vorlage: Kündigung Arbeitsverhältnis
  4. 4.Häufige Fehler bei Kündigungen

Wichtige gesetzliche Kündigungsfristen

BeschäftigungsdauerKündigungsfrist (Arbeitnehmer)Kündigungsfrist (Arbeitgeber)
Probezeit (bis 6 Monate)2 Wochen2 Wochen
Bis 2 Jahre4 Wochen zum 15. oder Monatsende4 Wochen
2–5 Jahre4 Wochen1 Monat zum Monatsende
5–8 Jahre4 Wochen2 Monate
8–10 Jahre4 Wochen3 Monate
Ab 20 Jahre4 Wochen7 Monate

Was muss in eine Kündigung?

  • Deine vollständigen Kontaktdaten und Datum
  • Adresse des Empfängers (Firma, Vermieter, Anbieter)
  • Klarer Betreff: 'Kündigung meines Arbeitsvertrages'
  • Datum des Wirksamwerdens: 'zum nächstmöglichen Zeitpunkt' oder konkretes Datum
  • Bitte um Kündigungsbestätigung
  • Eigenhändige Unterschrift (keine E-Mail ohne qualifizierte Signatur!)

Vorlage: Kündigung Arbeitsverhältnis

Muster: '[Dein Name], [Adresse], [Datum]. An: [Arbeitgeber], [Adresse]. Betreff: Kündigung des Arbeitsverhältnisses. Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit kündige ich mein mit Ihnen bestehendes Arbeitsverhältnis ordentlich und fristgerecht zum [Datum / nächstmöglichen Zeitpunkt]. Bitte bestätigen Sie mir den Erhalt dieser Kündigung schriftlich. Mit freundlichen Grüßen, [Unterschrift]'

Häufige Fehler bei Kündigungen

  • Kündigung per E-Mail: Bei Arbeitsvertrag formunwirksam (Schriftformklausel!)
  • Falsche Frist: Probe-Kündigung mit falscher Frist kann verzögern
  • Kündigung nicht eingeschrieben: Im Streitfall kein Nachweis
  • Begründung angeben: Bei Eigenk. nicht nötig (kann gegen dich verwendet werden!)
  • Urlaub: Bereits bewilligter Urlaub muss noch genommen oder ausgezahlt werden

Tipp

Arbeitszeugnis: Vergiss nicht, ein qualifiziertes Arbeitszeugnis zu beantragen. Du hast darauf Anspruch. Fordere es aktiv an – am besten direkt mit der Kündigung oder kurz danach.