Private vs. gesetzliche Krankenversicherung: Was lohnt sich?
Der Wechsel in die PKV kann im mittleren Alter teuer werden. Was du über Beiträge, Leistungen und den Wechsel zurück zur GKV wissen musst – ehrlich und ohne Verkaufsinteresse.
Inhalt
- 1.Wer darf überhaupt in die PKV?
- 2.GKV vs. PKV: Was wirklich anders ist
- 3.Der unterschätzte Fallstrick: Alter und Kinder
Wer darf überhaupt in die PKV?
In die PKV wechseln können Arbeitnehmer ab einem Jahresbruttoeinkommen über der Versicherungspflichtgrenze (2026: ca. 69.300 €), alle Beamten (staatlicher Zuschuss durch Beihilfe), Selbstständige und Freiberufler. Wer die Grenze unterschreitet, muss zurück in die GKV – und das ist oft schwierig.
GKV vs. PKV: Was wirklich anders ist
| Merkmal | GKV | PKV |
|---|---|---|
| Beitragsberechnung | Ca. 14,6 % + Zusatzbeitrag des Bruttogehalts | Risikobasiert (Alter, Gesundheit, Tarif) |
| Familienversicherung | Kostenlos für nicht-erwerbstätige Mitglieder | Jedes Familienmitglied zahlt eigenen Beitrag |
| Leistungsumfang | Gesetzlich definiert, einheitlich | Je nach Tarif – oft mehr (Chefarzt, Einzelzimmer) |
| Beitragesentwicklung im Alter | Relativ stabil (solidarisch) | Stark steigend (Rückstellungen wichtig) |
| Rückkehr zur GKV | Bis 55 bei Einkommensrückgang möglich | Ab 55 kaum noch möglich |
Der unterschätzte Fallstrick: Alter und Kinder
PKV-Beiträge für Kinder summieren sich schnell: Bei 3 Kindern und durchschnittlich 150 €/Kind/Monat sind das 450 € zusätzlich – in der GKV kostenfrei. Im Alter können PKV-Beiträge auf 800–1.200 € pro Monat steigen, wenn keine ausreichenden Altersrückstellungen gebildet wurden.
Tipp
PKV als Selbstständiger: Für gesunde Selbstständige ohne Kinder und mit gutem Einkommen kann die PKV deutlich günstiger und besser sein als die GKV. Für Familien oder Personen mit Vorerkrankungen ist die GKV oft die sicherere Wahl.
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