Finanzen6 Min. LesezeitAktualisiert: 18. Mai 2026

Private vs. gesetzliche Krankenversicherung: Was lohnt sich?

Der Wechsel in die PKV kann im mittleren Alter teuer werden. Was du über Beiträge, Leistungen und den Wechsel zurück zur GKV wissen musst – ehrlich und ohne Verkaufsinteresse.

Inhalt

  1. 1.Wer darf überhaupt in die PKV?
  2. 2.GKV vs. PKV: Was wirklich anders ist
  3. 3.Der unterschätzte Fallstrick: Alter und Kinder

Wer darf überhaupt in die PKV?

In die PKV wechseln können Arbeitnehmer ab einem Jahresbruttoeinkommen über der Versicherungspflichtgrenze (2026: ca. 69.300 €), alle Beamten (staatlicher Zuschuss durch Beihilfe), Selbstständige und Freiberufler. Wer die Grenze unterschreitet, muss zurück in die GKV – und das ist oft schwierig.

GKV vs. PKV: Was wirklich anders ist

MerkmalGKVPKV
BeitragsberechnungCa. 14,6 % + Zusatzbeitrag des BruttogehaltsRisikobasiert (Alter, Gesundheit, Tarif)
FamilienversicherungKostenlos für nicht-erwerbstätige MitgliederJedes Familienmitglied zahlt eigenen Beitrag
LeistungsumfangGesetzlich definiert, einheitlichJe nach Tarif – oft mehr (Chefarzt, Einzelzimmer)
Beitragesentwicklung im AlterRelativ stabil (solidarisch)Stark steigend (Rückstellungen wichtig)
Rückkehr zur GKVBis 55 bei Einkommensrückgang möglichAb 55 kaum noch möglich

Der unterschätzte Fallstrick: Alter und Kinder

PKV-Beiträge für Kinder summieren sich schnell: Bei 3 Kindern und durchschnittlich 150 €/Kind/Monat sind das 450 € zusätzlich – in der GKV kostenfrei. Im Alter können PKV-Beiträge auf 800–1.200 € pro Monat steigen, wenn keine ausreichenden Altersrückstellungen gebildet wurden.

Tipp

PKV als Selbstständiger: Für gesunde Selbstständige ohne Kinder und mit gutem Einkommen kann die PKV deutlich günstiger und besser sein als die GKV. Für Familien oder Personen mit Vorerkrankungen ist die GKV oft die sicherere Wahl.

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