Fitness5 Min. LesezeitAktualisiert: 08. Mai 2026

Herzfrequenz-Zonen: So trainierst du in der richtigen Intensität

Wer seine Herzfrequenz-Trainingszonen kennt, trainiert effektiver und sicherer. Wir erklären die 5 Zonen, wie du sie berechnest und wann du welche nutzen solltest.

Inhalt

  1. 1.Was ist die Herzfrequenz und warum ist sie wichtig?
  2. 2.Maximale Herzfrequenz: Wie berechnen?
  3. 3.Die 5 Herzfrequenz-Trainingszonen
  4. 4.Die 80/20-Regel: Warum Zone 2 so wichtig ist
  5. 5.Ruheherzfrequenz: Was sagt sie aus?

Was ist die Herzfrequenz und warum ist sie wichtig?

Die Herzfrequenz (HF) in Schlägen pro Minute (bpm) ist der einfachste Indikator für die Trainingsintensität. Sie zeigt, wie stark das Herz-Kreislauf-System gerade belastet wird – zuverlässiger als das subjektive Empfinden, das oft täuscht. Mit der richtigen Zone trainierst du gezielt: Grundlagenausdauer, Fettstoffwechsel oder VO₂max.

Maximale Herzfrequenz: Wie berechnen?

Die einfachste Formel: HFmax = 220 − Alter. Sie ist weit verbreitet, aber ungenau (Standardabweichung ±10–12 bpm). Genauer ist die Tanaka-Formel: HFmax = 208 − (0,7 × Alter). Am genausten ist ein Belastungstest (Laktattest beim Sportmediziner oder maximaler Ausbelastungstest).

Die 5 Herzfrequenz-Trainingszonen

Zone% der HFmaxGefühlZweck
Zone 1 – Regeneration50–60 %Sehr leicht, Unterhaltung möglichAktive Erholung, Aufwärmen
Zone 2 – Grundlagenausdauer60–70 %Leicht, Gespräch möglichFettstoffwechsel, Aerobe Basis
Zone 3 – Aerober Bereich70–80 %Mittel, kurze Sätze möglichAusdauerverbesserung
Zone 4 – Anaerober Schwellenbereich80–90 %Schwer, kaum sprechenTempohärte, Laktatabbau
Zone 5 – Maximaler Bereich90–100 %Sehr schwer, nicht sprechbarVO₂max, Sprintkapazität

Die 80/20-Regel: Warum Zone 2 so wichtig ist

Wissenschaftliche Studien zeigen: Ausdauersportler mit dem höchsten Trainingsvolumen in Zone 2 (ca. 80 % aller Trainingseinheiten) entwickeln die beste Ausdauerleistung. Zone 3 klingt produktiv, ist aber metabolisch der 'Niemandsland': zu intensiv für effektive Fettverbrennung, zu locker für maximale Anpassung.

Ruheherzfrequenz: Was sagt sie aus?

Die Ruheherzfrequenz (RHF) misst man morgens direkt nach dem Aufwachen. Durchschnitt: 60–80 bpm. Gut trainierte Ausdauersportler haben oft 40–55 bpm – das Herz pumpt effizienter. Eine anhaltend erhöhte RHF (≥ 5 bpm über Normalwert) ist ein Zeichen für Übertraining oder beginnende Erkrankung.

  • < 40 bpm: Sehr gut trainierter Ausdauersportler
  • 40–60 bpm: Athletisch, sehr gut konditioniert
  • 60–80 bpm: Normalbereich für Erwachsene
  • > 100 bpm in Ruhe: Tachykardie – Arzt aufsuchen

Tipp

Trage für 2 Wochen deine Ruheherzfrequenz in die Tabelle ein. Wenn sie an einem Morgen um 5+ bpm erhöht ist, plane eine leichte Einheit oder einen Ruhetag – dein Körper zeigt, dass er noch regeneriert.