Geldanlage für Kinder: ETF-Sparplan oder Kinderdepot?
Wer früh für seine Kinder spart, nutzt den Zinseszinseffekt optimal. ETF-Sparplan, Kinderdepot, Bausparer – was ist für welche Familie die beste Wahl?
Inhalt
- 1.Der Zinseszinseffekt bei Kinderersparnissen
- 2.Optionen im Vergleich
- 3.Kinderfreibetrag clever nutzen
Der Zinseszinseffekt bei Kinderersparnissen
Wer ab Geburt monatlich 50 € in einen ETF mit 7 % p.a. anlegt, hat nach 18 Jahren ca. 22.000 € angespart (eingezahlt: 10.800 €). Ab 25 € monatlich kommen 11.000 € zusammen. Je früher gestartet wird, desto mächtiger ist der Zinseszins.
Optionen im Vergleich
| Option | Rendite (ca.) | Flexibilität | Steuer |
|---|---|---|---|
| ETF-Sparplan (Kinderdepot) | 6–9 % p.a. | Hoch – jederzeit abrufbar | Kapitalertragsteuer ab Freigrenze |
| Tagesgeldkonto auf Kind | 2–4 % p.a. | Sehr hoch | Steuerfrei bis Freigrenze 1.000 € |
| Bausparer | 0,5–1,5 % p.a. | Niedrig (Mindestlaufzeit) | Wohnungsbauprämie möglich |
| Junior-Riester | Effektiv gering | Sehr niedrig | Steuerlich kaum relevant für Kinder |
Kinderfreibetrag clever nutzen
Kinder haben denselben Sparerpauschbetrag wie Erwachsene: 1.000 € Kapitalerträge jährlich steuerfrei (2026). Bei einem ETF-Depot auf den Namen des Kindes fallen also auf die ersten 1.000 € Dividenden und realisierte Gewinne keine Steuern an. Mit NV-Bescheinigung beim Finanzamt können Banken Kapitalertragssteuer direkt vermeiden.
Tipp
Depot auf Kind oder auf Eltern: Ein Depot auf den Namen des Kindes gehört dem Kind ab Volljährigkeit – die Eltern haben dann keinen Zugriff mehr. Wer die Kontrolle behalten möchte, eröffnet das Depot auf die eigenen Namen und führt es als 'Kindersparkonto' mental.
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