Finanzen5 Min. LesezeitAktualisiert: 18. Mai 2026

Geldanlage für Kinder: ETF-Sparplan oder Kinderdepot?

Wer früh für seine Kinder spart, nutzt den Zinseszinseffekt optimal. ETF-Sparplan, Kinderdepot, Bausparer – was ist für welche Familie die beste Wahl?

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Inhalt

  1. 1.Der Zinseszinseffekt bei Kinderersparnissen
  2. 2.Optionen im Vergleich
  3. 3.Kinderfreibetrag clever nutzen

Der Zinseszinseffekt bei Kinderersparnissen

Wer ab Geburt monatlich 50 € in einen ETF mit 7 % p.a. anlegt, hat nach 18 Jahren ca. 22.000 € angespart (eingezahlt: 10.800 €). Ab 25 € monatlich kommen 11.000 € zusammen. Je früher gestartet wird, desto mächtiger ist der Zinseszins.

Optionen im Vergleich

OptionRendite (ca.)FlexibilitätSteuer
ETF-Sparplan (Kinderdepot)6–9 % p.a.Hoch – jederzeit abrufbarKapitalertragsteuer ab Freigrenze
Tagesgeldkonto auf Kind2–4 % p.a.Sehr hochSteuerfrei bis Freigrenze 1.000 €
Bausparer0,5–1,5 % p.a.Niedrig (Mindestlaufzeit)Wohnungsbauprämie möglich
Junior-RiesterEffektiv geringSehr niedrigSteuerlich kaum relevant für Kinder

Kinderfreibetrag clever nutzen

Kinder haben denselben Sparerpauschbetrag wie Erwachsene: 1.000 € Kapitalerträge jährlich steuerfrei (2026). Bei einem ETF-Depot auf den Namen des Kindes fallen also auf die ersten 1.000 € Dividenden und realisierte Gewinne keine Steuern an. Mit NV-Bescheinigung beim Finanzamt können Banken Kapitalertragssteuer direkt vermeiden.

Tipp

Depot auf Kind oder auf Eltern: Ein Depot auf den Namen des Kindes gehört dem Kind ab Volljährigkeit – die Eltern haben dann keinen Zugriff mehr. Wer die Kontrolle behalten möchte, eröffnet das Depot auf die eigenen Namen und führt es als 'Kindersparkonto' mental.