Fitness6 Min. LesezeitAktualisiert: 19. Mai 2026
Erster Marathon: Trainingsplan und Vorbereitung für Einsteiger
Einen Marathon zu finishen ist für Einsteiger in 16–20 Wochen möglich. Was du über Trainingsaufbau, Ernährung am Wettkampftag und die häufigsten Anfängerfehler wissen musst.
Inhalt
- 1.Bist du bereit für die Marathon-Vorbereitung?
- 2.Das Prinzip des Marathon-Trainings
- 3.16-Wochen-Plan Überblick für Einsteiger
- 4.Ernährung am Wettkampftag
- 5.Die häufigsten Anfängerfehler
Bist du bereit für die Marathon-Vorbereitung?
Die wichtigste Voraussetzung: Du solltest bereits ohne Probleme 10 km laufen können und regelmäßig (3–4× pro Woche) laufen. Wer von 0 startet, braucht erst 3–6 Monate Grundlagenaufbau. Mit einer soliden Basis von 30–40 km Wochenumfang ist der erste Marathon in 16–20 Wochen gut vorzubereiten.
Das Prinzip des Marathon-Trainings
- 80/20-Regel: 80 % der Einheiten im lockeren Grundlagenbereich (Pace, bei der man sich noch unterhalten kann)
- Langer Lauf wöchentlich: Das Herzstück des Trainings – jede Woche 1 langer Lauf, der langsam auf bis zu 30–35 km gesteigert wird
- Zwei Regenerationswochen einbauen: Alle 3–4 Wochen eine Woche mit 20–30 % weniger Umfang für Anpassung
- 3 Wochen vor dem Marathon: Taper-Phase – Umfang reduzieren, Intensität leicht erhöhen, Körper erholt sich
16-Wochen-Plan Überblick für Einsteiger
| Phase | Wochen | Wochenumfang | Langer Lauf |
|---|---|---|---|
| Aufbau 1 | 1–4 | 35–45 km | 18–22 km |
| Aufbau 2 | 5–8 | 45–55 km | 24–28 km |
| Spitze | 9–12 | 55–65 km | 30–35 km |
| Taper | 13–16 | 30 → 15 km | 25 → 12 km |
Ernährung am Wettkampftag
- 3 Stunden vor dem Start: Vertrautes, kohlenhydratreiches Frühstück (Haferbrei, Toast, Banane) – nichts Neues ausprobieren
- Ab km 30: Gele, Riegel oder Bananen an Verpflegungspunkten – ca. alle 45 Minuten 30–60 g Kohlenhydrate
- Trinken: An jedem Verpflegungspunkt ein Becher (ca. 200 ml) – nicht erst wenn Durst kommt
- Koffein-Gel vor km 30: Kann die Wahrnehmung der Erschöpfung senken und die Endphase erleichtern
Die häufigsten Anfängerfehler
- Zu schnell starten: Die erste Hälfte fühlt sich leicht an – viele laufen zu schnell und brechen in der zweiten ein
- Neues Equipment am Wettkampftag: Neue Schuhe oder Sportkleidung nie ungetestet beim Rennen tragen
- Verpflegung auslassen: Wer bis km 30 nichts isst, riskiert den 'Mann mit dem Hammer' (totaler Energieabfall)
- Peak Week zu hoch: Der längste Trainingslauf sollte 32–35 km sein – mehr kostet mehr Erholung als er bringt
Tipp
Negative Split anstreben: Die zweite Hälfte etwas schneller laufen als die erste ist das Kennzeichen eines gut eingepeilten Rennens. Wer die ersten 21 km konservativ angeht (Zieltempo + 15–20 Sek./km), hat in der zweiten Hälfte noch Reserven.
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