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Berufsunfähigkeitsversicherung: Warum sie unverzichtbar ist

Jeder vierte Erwerbstätige wird vor der Rente berufsunfähig. Die BU-Versicherung ist der wichtigste Schutz – aber auch einer der komplexesten. Was wirklich zählt.

Von Eaven-René Schmalz · Redaktion

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Warum staatliche Absicherung nicht reicht

Wer nach 2001 ins Erwerbsleben eingetreten ist, hat keinen Anspruch mehr auf Berufsunfähigkeitsrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Stattdessen gibt es die Erwerbsminderungsrente – die aber nur gezahlt wird, wenn man keine 3 Stunden täglich irgendeiner Arbeit nachgehen kann. Ein Chirurg, der seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, aber Pförtner werden könnte, geht leer aus.

Was eine gute BU-Police mitbringen muss

  • Echte Berufsunfähigkeitsdefinition: Unfähig zu 50 % in dem zuletzt ausgeübten Beruf – kein Verweis auf andere Tätigkeiten
  • Rente ab 50 % Berufsunfähigkeit: Nicht erst ab 100 % Einschränkung
  • Laufzeit bis 67 Jahre: Sonst klafft eine Lücke bis zur gesetzlichen Rente
  • Dynamik: Jährliche Rentenanpassung gegen Inflation
  • Keine abstrakte Verweisung: Wichtigste Klausel – Versicherer darf nicht auf andere Berufe verweisen

Wann und wie viel versichern?

LebenssituationEmpfohlene BU-Rente
Berufseinsteiger60–70 % des Nettogehalts
Mit Familie und Hypothek70–80 % des Nettogehalts
Selbstständige100 % der laufenden Kosten + Rücklage

Tipp

Früh abschließen spart Geld: BU-Beiträge steigen mit dem Alter und Vorerkrankungen. Wer jung und gesund ist, zahlt deutlich weniger. Eine Police mit 25 Jahren abschließen ist oft doppelt so günstig wie mit 35 Jahren – und Vorerkrankungen können dann nicht ausgeschlossen werden.

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