Finanzen7 Min. LesezeitAktualisiert: 08. Mai 2026
Bausparen 2026: Lohnt es sich noch? Für wen es sinnvoll ist
Bausparverträge haben ein altmodisches Image – aber für bestimmte Ziele sind sie noch sinnvoll. Wir erklären, wie Bausparen funktioniert und für wen es sich rechnet.
Inhalt
- 1.Wie funktioniert ein Bausparvertrag?
- 2.Für wen lohnt sich Bausparen?
- 3.Nachteile des Bausparens
Wie funktioniert ein Bausparvertrag?
Ein Bausparvertrag hat zwei Phasen: Sparphase (ca. 7–12 Jahre, du zahlst ein bis 40–50 % der Bausparsumme angespart ist) und Darlehensphase (du erhältst ein Darlehen zum festgelegten niedrigen Zinssatz). Der Clou: Der Darlehenszins wird beim Abschluss für die Zukunft festgeschrieben.
Für wen lohnt sich Bausparen?
- Wohnungsbauprämie: Einkommen unter 35.000 € (70.000 € verheiratet) → 10 % Prämie auf Einzahlungen (max. 70 €/Jahr)
- Arbeitnehmer-Sparzulage: Auf vermögenswirksame Leistungen wenn Einkommen unter 17.900 € (35.800 €)
- Zinssicherung: In Niedrigzinsphasen günstigen Darlehenszins für die Zukunft sichern
- Diszipliniertes Sparen: Für Menschen, die ohne feste Struktur nicht sparen
Nachteile des Bausparens
- Geringe Guthabenzinsen (0,1–0,5 % in der Sparphase)
- Abschlussgebühren (meist 1 % der Bausparsumme)
- Langer Zeithorizont: 7–12 Jahre bis zur Zuteilung
- Zweckbindung: Darlehen muss für Wohneigentum verwendet werden
- Inflexibel: Vorzeitige Kündigung kostet Abschlussprovision und Prämien
Tipp
VL-Sparvertrag: Wenn dein Arbeitgeber vermögenswirksame Leistungen (VL) zahlt, ist ein Bausparvertrag eine solide Option für die VL-Anlage – vor allem wegen der Arbeitnehmer-Sparzulage. Prüfe aber auch andere VL-Optionen wie ETF-Fondssparpläne.
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