Finanzen8 Min. LesezeitAktualisiert: 10. Mai 2026

Altersvorsorge mit 30: Warum jetzt der beste Zeitpunkt ist

Wer früh mit der Altersvorsorge beginnt, profitiert enorm vom Zinseszinseffekt. Wir zeigen, welche Produkte 2026 sinnvoll sind und wie viel du monatlich brauchst.

Inhalt

  1. 1.Die Rentenlücke: Warum die gesetzliche Rente nicht reicht
  2. 2.Der Zinseszinseffekt: Warum früh beginnen entscheidend ist
  3. 3.Die wichtigsten Altersvorsorge-Produkte 2026
  4. 4.Wie viel sollte ich monatlich sparen?

Die Rentenlücke: Warum die gesetzliche Rente nicht reicht

Die gesetzliche Rente ersetzt im Durchschnitt nur ca. 48 % des letzten Nettoeinkommens (Rentenniveau 2026). Bei einem Nettolohn von 2.500 € wären das ca. 1.200 € Rente – für viele deutlich zu wenig. Die Versorgungslücke muss privat geschlossen werden.

Der Zinseszinseffekt: Warum früh beginnen entscheidend ist

SparbeginnMonatl. SparrateLaufzeitEndergebnis (7 % p.a.)
Mit 25200 €40 Jahreca. 525.000 €
Mit 35200 €30 Jahreca. 243.000 €
Mit 45200 €20 Jahreca. 104.000 €
Mit 55200 €10 Jahreca. 35.000 €

Die wichtigsten Altersvorsorge-Produkte 2026

  • ETF-Sparplan: Flexibel, günstig, historisch ca. 7 % p.a. (MSCI World). Keine staatliche Förderung, aber maximale Freiheit.
  • betriebliche Altersvorsorge (bAV): Arbeitgeber-Zuschuss oft 15–20 %. Vor Steuern und SV-Abgaben gespart. Fast immer lohnenswert.
  • Riester-Rente: Staatliche Zulagen (175 €/Jahr + 300 € pro Kind). Lohnt sich vor allem für Familien mit Kindern und Geringverdiener.
  • Rürup-Rente (Basisrente): Steuerlich absetzbar, ideal für Selbstständige ohne bAV-Zugang.
  • Immobilie als Altersvorsorge: Selbst bewohnt = mietfrei im Alter, vermietet = Einnahmen. Klumpenrisiko beachten.

Wie viel sollte ich monatlich sparen?

Faustregel: 10–15 % des Bruttogehalts für die Altersvorsorge. Bei 3.000 € brutto sind das 300–450 €/Monat. Davon deckt die gesetzliche Rente schon einen Teil ab – der Rest muss privat kommen. Nutze den Rentenrechner für eine persönliche Einschätzung.

Tipp

Renteninformation lesen: Jedes Jahr schickt dir die Deutsche Rentenversicherung eine Renteninformation. Dort steht deine voraussichtliche Rente. Das ist dein Ausgangspunkt für die Berechnung der Versorgungslücke.

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