Altersvorsorge mit 30: Warum jetzt der beste Zeitpunkt ist
Wer früh mit der Altersvorsorge beginnt, profitiert enorm vom Zinseszinseffekt. Wir zeigen, welche Produkte 2026 sinnvoll sind und wie viel du monatlich brauchst.
Inhalt
- 1.Die Rentenlücke: Warum die gesetzliche Rente nicht reicht
- 2.Der Zinseszinseffekt: Warum früh beginnen entscheidend ist
- 3.Die wichtigsten Altersvorsorge-Produkte 2026
- 4.Wie viel sollte ich monatlich sparen?
Die Rentenlücke: Warum die gesetzliche Rente nicht reicht
Die gesetzliche Rente ersetzt im Durchschnitt nur ca. 48 % des letzten Nettoeinkommens (Rentenniveau 2026). Bei einem Nettolohn von 2.500 € wären das ca. 1.200 € Rente – für viele deutlich zu wenig. Die Versorgungslücke muss privat geschlossen werden.
Der Zinseszinseffekt: Warum früh beginnen entscheidend ist
| Sparbeginn | Monatl. Sparrate | Laufzeit | Endergebnis (7 % p.a.) |
|---|---|---|---|
| Mit 25 | 200 € | 40 Jahre | ca. 525.000 € |
| Mit 35 | 200 € | 30 Jahre | ca. 243.000 € |
| Mit 45 | 200 € | 20 Jahre | ca. 104.000 € |
| Mit 55 | 200 € | 10 Jahre | ca. 35.000 € |
Die wichtigsten Altersvorsorge-Produkte 2026
- ETF-Sparplan: Flexibel, günstig, historisch ca. 7 % p.a. (MSCI World). Keine staatliche Förderung, aber maximale Freiheit.
- betriebliche Altersvorsorge (bAV): Arbeitgeber-Zuschuss oft 15–20 %. Vor Steuern und SV-Abgaben gespart. Fast immer lohnenswert.
- Riester-Rente: Staatliche Zulagen (175 €/Jahr + 300 € pro Kind). Lohnt sich vor allem für Familien mit Kindern und Geringverdiener.
- Rürup-Rente (Basisrente): Steuerlich absetzbar, ideal für Selbstständige ohne bAV-Zugang.
- Immobilie als Altersvorsorge: Selbst bewohnt = mietfrei im Alter, vermietet = Einnahmen. Klumpenrisiko beachten.
Wie viel sollte ich monatlich sparen?
Faustregel: 10–15 % des Bruttogehalts für die Altersvorsorge. Bei 3.000 € brutto sind das 300–450 €/Monat. Davon deckt die gesetzliche Rente schon einen Teil ab – der Rest muss privat kommen. Nutze den Rentenrechner für eine persönliche Einschätzung.
Tipp
Renteninformation lesen: Jedes Jahr schickt dir die Deutsche Rentenversicherung eine Renteninformation. Dort steht deine voraussichtliche Rente. Das ist dein Ausgangspunkt für die Berechnung der Versorgungslücke.
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